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Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin

20. Dezember 2016

Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist derzeit das beherrschende Thema. Klar ist: Auch Kindern ist dieses schreckliche Ereignis nicht entgangen. Egal, ob sie durch die Berichterstattung im Fernsehen, durch Gespräche der Erwachsenen oder durch Mitschüler davon erfahren: es ist unmöglich, Nachrichten wie diese von den Mädchen und Jungen fernzuhalten. Die schreckliche Tat ist für Kinder besonders schlimm, weil Familien das Ziel des Anschlags waren. Der Besuch von Weihnachtsmärkten ist in der Vorweihnachtszeit für viele Tradition, umso größer ist die Angst, selbst von solchen Gewaltakten betroffen zu sein. Auch die Spekulationen in den sozialen Medien tun ein Übriges, die Verunsicherung weiter zu schüren. Um Ängste aufzufangen, sind vor allem die Eltern und andere Bezugspersonen gefordert. Wichtig ist es, Kindern die Möglichkeiten zu bieten, über ihre Eindrücke und Ängste zu reden, sie zu trösten und ihnen Sicherheit und Zuwendung zu geben. Aber auch der Erklärungsbedarf ist hoch. Um sich gemeinsam mit Kindern über das aktuelles Geschehen zu informieren, sind Sendungen wie etwa die Kindernachrichten "logo!" (KI.KA/ZDF) hilfreich. Auch im Internet stellt sich „logo“ den Fragen von Heranwachsenden und beantwortet sie verständlich und altersangemessen unter www.tivi.de.

Außerdem wichtig:

  • Gerade bei älteren Kindern sollten Eltern auf jeden Fall auf den Umgang mit Informationen aus dem Internet achten. Über WhatsApp, Twitter und Facebook werden Gerüchte und Fake-News verbreitet, die ungefiltert auf die Mädchen und Jungen einstürmen können. So kommt die Bedrohung jedem Einzelnen näher, als sie wirklich ist. Umso wichtiger ist es, Onlinemeldungen genau zu prüfen, um nicht auf Hetze, Gerüchte und Spekulationen hereinzufallen.
  • Eltern sollten Fragen nicht abzublocken mit Sätzen wie: "Das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein." Solche Sätze nehmen Kindern den Drang, die Wirklichkeit zu begreifen und lassen sie mit ihren Fragen und Nöten allein. Stattdessen lieber gemeinsam auf Informationssuche gehen.
  • Eltern sollten die Ängste der Kinder ernst nehmen und ihnen Verarbeitungsmöglichkeiten anbieten. In jedem Fall ist es hilfreich, die Kinder zu animieren, das Gesehene aktiv zu bearbeiten. Kleinen Kindern hilft es, Situationen im Wortsinne durchzuspielen oder ein Bild dazu zu malen. Älteren Kindern kann man eher mit Gesprächen und konkreten Informationen helfen.

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