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Fernsehen schon im Kleinkindalter? – Ab wann Kinder fernsehen können

17. Februar 2009

Sind Kinder dem Windelalter entwachsen, stellt sich Eltern irgendwann die Frage, ab welchem Alter die Mädchen und Jungen bereit für Fernsehen, Computer und Co. sind. Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn je nach Familiensituation, Geräteausstattung und Nutzungsgewohnheiten der Eltern, wird der Nachwuchs früher oder später mit den Medien konfrontiert. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch, ob ältere Geschwister die „Kleinen“ neugierig auf Bob, den Baumeister und andere Fernsehhelden machen. Bevor Kinder nicht von sich aus Interesse an der Flimmerkiste zeigen, braucht man sich damit nicht befassen, geschweige denn die Kinder an die Medien „heranführen“.

Aus medienpädagogischer Sicht gilt, dass Fernsehen vor dem Alter von drei Jahren generell nicht sinnvoll ist. Bis zu diesem Alter sind Kleinkinder großteils damit beschäftigt, ihre nahe Umgebung zu erkunden. Sie nehmen Blick- und Körperkontakt mit den Bezugspersonen auf und entdecken ständig Neues um sich herum. Dabei begreifen nur, was sie sehen und anfassen können. Eltern und andere Bezugspersonen spielen als Vermittler der Außenwelt die zentrale Rolle. Der Fernseher ist lediglich ein Kasten, in dem bunte Bilder flimmern, die Kleinkinder – wenn überhaupt – nur in Bruchstücken erfassen und nur sehr begrenzt einschätzen und verarbeiten können. Sie nehmen Fernsehen oder auch andere Medien primär als Reizquelle wahr. Dass durch das Fernsehen mediale Botschaften vermittelt werden, ist ihnen nicht bewusst. Etwa ab dem dritten Lebensjahr kann ein Kind die Abstraktionsleistung erbringen, um zu verstehen, was „Fernsehen“ bedeutet. Ab diesem Zeitpunkt dürfen dann ausgewählter Sendungen auf dem Programm stehen, die auf die Verstehensfähigkeiten dieser Altersgruppe abgestimmt sind.

Für den Einstieg sollten es kurze, einfache Sendungen sein, um die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeiten der Kinder nicht zu überfordern. Das Geschehen sollte sich auf wenige Figuren konzentrieren und keinen komplizierten Handlungsverlauf haben. Besonders beliebt sind Sendungen, die Alltagsfragen aufgreifen, wie zum Beispiel die Sendung "Blues Clues" auf SuperRTL. Immer wieder gerne gesehen ist auch das Sandmännchen (KI.KA), ein echter Klassiker des Kinderfernsehens. Am besten ist es natürlich, wenn die Fersehanfänger bei ihren ersten medialen Gehversuchen begleitet und unterstützt werden.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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