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Fernseherlebnisse verarbeiten: Kinder sehen anders

17. Dezember 2010

Die meisten Eltern kennen das Szenario: Noch während eine Sendung läuft, springt der Nachwuchs vom Sofa auf und sucht nach Bewegung und Ablenkung. Diese "bewegte" Auseinandersetzung ist vor allem für jüngere Kinder typisch und sollte ernst genommen werden. Nichts ist für die Kleinen schlimmer, als vor dem Fernseher still sitzen zu müssen, denn in spielerischer Form bearbeiten sie damit auch ihre aktuellen Erfahrungen, Probleme, Träume und Wünsche. Figuren aus dem Fernsehen dienen den Jungen und Mädchen dabeinicht selten als Anregung.

Kinder drücken sich im Spiel aus

Genau aus diesem Grund bedeutet das Kinderspiel mehr als das reine Nachahmen von (Fernseh-)Eindrücken. Wenn im heimischen Kinderzimmer die Tochter als Sponge Bob den Ton angibt oder der Sohn in die Rolle von Yu-Gi-Oh schlüpft, ist das in der Regel kein Anlass zur Besorgnis. Wichtig ist vielmehr, dass Mama und Papa den Kindern ausreichend Zeit einräumen und sie darin unterstützen, ihre Fernseherlebnissezu verarbeiten. Das bedeutet: Auf die Reaktionen des Kindes beim Fernsehen achten, auf sie eingehen und Gesprächsbereitschaft signalisieren.

Fernsehen vor dem Schlafengehen?

Damit Fernsehfiguren nicht auch noch in den Träumen der Kleinen auftauchen, sollte Fernsehen kurz vor dem ins Bett gehen tabu sein. Sonst bleibt keine Zeit mehr, das Gesehene zu verarbeiten. Dann kann es passieren, dass die Fernseherlebnisse in den Träumen Unruhe stiften und den Schlaf stören, gerade bei Sendungen, die sehr dramatisch sind.

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