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Fernsehzeit mit Augenmaß

12. Dezember 2008
Wie viel Fernsehen ist zuviel? Die Fragen wie viel Fernsehen ihrem Nachwuchses bekommt, stellen sich Eltern immer wieder, aber gerade zwischen Heiligabend und Neujahr spitzt sich diese Frage zu, denn das Programm ist aus Kindersicht voller Highlights und Verlockungen. Über das rechte Maß gehen die Meinungen zwischen Eltern und Kindern meistens auseinander: Während Kinder von ihrer Lieblingsserie oder ihren Lieblingsfilmen oft nicht genug kriegen können, machen sich Eltern Sorgen über mögliche Folgeschäden. „Du hast ja schon viereckige Augen“, heißt es dann, und Streit ist vorprogrammiert. Aus pädagogischer Sicht lässt sich die Frage nach „Genug“ oder „Zuviel“ leider nicht mit reinen Zeitangaben beantworten. Bei übermäßigem Fernsehkonsum sollten auf jeden Fall Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Hier einige Tipps:

Alternativen bieten
Wenn tagein, tagaus nur der Fernseher läuft, fällt es Kindern (und Erwachsenen natürlich auch) zunehmend schwer, sich für alternative Freizeitangebote zu begeistern. Dabei müssen solche Aktivitäten nicht unbedingt den Geldbeutel belasten. Eine Schneeballschlacht oder ein Spaziergang im Wald, eine lustige Spielerunde oder das gemeinsame Basteln, Backen oder Malen bereichern das Familienleben ohne große Nebenkosten.

Mit „Zeitgutscheinen“ haushalten
Statt den Fernsehkonsum mit starrer Zeitbegrenzungen pro Tag zu regulieren, kann man Kindern auch sogenannte „Zeitgutscheine“ anbieten: Ein wöchentliches Zeitkontingent können sich die Mädchen und Jungen in gewissen Grenzen frei einteilen. So kann ein toller Film in voller Länge gesehen werden, dafür wird am nächsten Tag Fernsehpause eingelegt. Mit dieser Methode lernen die Kinder ihre Zeit selbst einzuteilen und sich über Dauer und Qualität des Fernsehens Gedanken zu machen. Außerdem stellt sich nicht so leicht Fernsehroutine ein bzw. das Gefühl, die tägliche Fernsehration verpasst zu haben.

Beobachten und begleiten
Da das Weihnachtsprogramm viel Interessantes zu bieten hat, ist es durchaus verständlich, dass der Nachwuchs viele Fernsehwünsche hat. Ziehen sich Kinder aber über einen längeren Zeitraum in Medienwelten zurück, kann das ein Hinweis auf Probleme und Nöte im Alltagsleben sein. Gibt es Schwierigkeiten in der Schule wie etwa Leistungsdruck, Ärger mit Lehrern oder Mitschülern? Die Kindheit und Jugend ist eine Zeit voller Herausforderungen und Belastungen, und so ist es kein Wunder, dass für manche Heranwachsende die Flucht vor der Realität verlockend ist. Umso wichtiger ist es, den Umgang der Kinder mit dem Fernsehen und anderen Medien aufmerksam zu begleiten.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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