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Fragwürdiges im Sommerloch

04. August 2017
Fragwürdiges im Sommerloch

Das TV-Sommerloch wartet auch in diesem Jahr mit zweifelhaften Formaten auf: Seit dem 2. August kämpfen in RTLs „Das Sommerhaus der Stars – Kampf der Promipaare“ acht Paare in einer heruntergekommenen Finca um 50.000 Euro. Das Doppelte können die Teilnehmer von „Promi Big Brother“ gewinnen. Das Reality-TV-Format startet am 11. August auf SAT.1 in die nächste Runde.

In beiden Sendungen sind Möchtegern-Prominente auf engem Raum eingepfercht, wobei sie den ganzen Tag von Kameras begleitet werden. Rückzugsmöglichkeiten gibt es nicht und der Haushalt muss selbst geschmissen werden. Doch damit nicht genug: Um ja keine Langeweile aufkommen zu lassen, müssen die Bewohner sowohl beim „Sommerhaus“ als auch bei „Promi Big Brother“ täglich Spiele und Aufgaben meistern. Der Sendungs-Aufbau ist somit darauf ausgelegt, Neid, Häme und Missgunst zwischen den Bewohnern zu schüren. Zudem werden allerlei Privates sowie die Schwächen und Eigenarten der Teilnehmer für Unterhaltungszwecke zur Schau gestellt. Die Gespräche zwischen den „prominenten“ Kandidaten sind dabei oft unter der Gürtellinie.

Den Dialog suchen

Sendungen wie diese, die beim FLIMMO in der Rubrik „Ecken und Kanten“ zu finden sind, werden von Kindern zwar häufig als reizvoll erachtet, enthalten jedoch fragwürdige Elemente, die auf Dauer der kindlichen Orientierung und Psyche nicht zuträglich sind. So können Sendungen wie „Das Sommerhaus der Stars“ und „Promi Big Brother“ ein abwertendes Menschenbild vermittelt, das – aus pädagogischer Sicht – verzerrte und äußerst fragwürdige Vorstellungen vom menschlichen Miteinander befördern kann. Um dies zu verhindern sind die Eltern gefragt: Im Gespräch können solche Sendungen und ihre Inszenierungsmechanismen hinterfragt und relativiert werden.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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