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Jugendfilm mit Tiefgang

15. April 2016
Jugendfilm mit Tiefgang

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" erzählt die Geschichte von Hazel und Augustus. Es geht um die Herausforderungen, die das Leben stellt – um das Hadern mit dem Tod und noch viel mehr um ein glückliches Leben. Im Alltag der 17-jährigen Hazel ist es Schilddrüsenkrebs, der ihr das Atmen und somit das Leben erschwert. In einer Selbsthilfegruppe für Krebskranke lernt sie Augustus kennen, der ihr mit seiner humorvollen Art neuen Lebensmut vermittelt. Er hilft Hazel, die ihr verbleibende Zeit möglichst glücklich zu verbringen und die guten Augenblicke schätzen zu lernen. Trotz oder gerade wegen aller Ängste und Schmerzen stützen sich die Freunde gegenseitig: Augustus hat Angst, nach seinem Tod vergessen zu werden, und Hazel sorgt sich vor allem um ihre Eltern, die sie zurücklassen muss. Aus Freundschaft wird Liebe und das Paar verreist sogar gemeinsam, doch um Augustus‘ Gesundheit steht es deutlich schlechter als er zugegeben hat. Gemeinsam erleben sie seine letzten Tage und nach Augustus’ Tod findet Hazel Trost in einem Brief, den ihr Freund ihr hinterlassen hat.

Stoff zum Nachdenken – mit Liebeserklärung an das Leben

Zwar sind Krankheit und Tod Ausgangs- und Endpunkt in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, im Zentrum steht jedoch eine Liebesgeschichte. Sie beschreibt das Entstehen der ersten Liebe, ist aber auch eine Liebeserklärung an das Leben selbst. Ohne Rührseligkeiten und Kitsch wird einfühlsam und berührend Hazels und Augustus‘ gemeinsame Reise erzählt. So ist der Film alles andere als schwermütig, sondern greift das Thema Sterben sogar mit Leichtigkeit und Humor auf.

Literarische Vorlage einfühlsam umgesetzt

Die Vorlage für den Film hat der gleichnamige und preisgekrönte Jugendroman von John Green geliefert. Interessant dürfte der Streifen vor allem für Kinder ab etwa 13 Jahren und Jugendliche sein. Neben den Themen Gesundheit und Krankheit werden Themen verarbeitet, die alle Heranwachsende beschäftigen. Für jüngere Kinder ist der Film noch zu komplex und belastend, denn es wird dem Publikum eine sehr reflektierte Betrachtung von Leben, Lebenssinn und Sterben abverlangt. Für Jugendliche bietet der Film Gesprächsstoff zur Genüge – ob zuhause oder in der Schule. Er regt zum Nachdenken an und ermöglicht es, sich rund um die Themen Krankheit und Tod auch mit eigenen Gefühlen, Ängsten oder Erlebnissen zu beschäftigen. Im Internet sind zudem ausführliche Informationen zu Buch und Film zu finden, um die Auseinandersetzung pädagogisch zu begleiten. Doch ob daheim oder in der Schule: Jüngere Zuschauer haben nach diesem Film sicherlich Gesprächsbedarf und eine Begleitung durch Erwachsene ist sicher eine gute Idee. „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist am 17. April 2016 um 20.15 Uhr auf PRO 7 zu sehen.

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