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Jugendkriminalität im Kinderfernsehen

08. September 2017
Jugendkriminalität im Kinderfernsehen

Ab dem 18. September 2017 läuft montags bis donnerstags um 20.35 Uhr eine neue Fernsehserie im KiKA, die mit dem wichtigen und zugleich schwierigen Thema Jugendkriminalität für Gesprächsstoff sorgt. Sowohl inhaltlich als auch in ihrer Machart grenzt sie sich vom übrigen Kinderfernsehprogramm ab, denn „5vor12“ widmet sich Jugendlichen, die am Rande der Gesellschaft stehen.

Letzte Chance „Alpenknast“

Malte, Otis, Jonas, Lennox und Tschakko sind auf die schiefe Bahn geraten, mit einem Bein stehen sie bereits im Gefängnis. Ihr letzter Ausweg: Ein Erziehungscamp in den Bergen. Abgeschnitten von ihrem problematischen sozialen Umfeld, ohne Handy und persönliche Wertsachen, sollen die Teenager hier gemeinsam mit zwei Sozialarbeitern an sich selbst arbeiten. Ganz auf sich allein gestellt müssen sie erst nach und nach lernen, mit der Einsamkeit zurechtzukommen, respektvoll miteinander umzugehen und Verantwortung für sich selbst und die Gruppe zu übernehmen. Mit ihren verschiedenen Charakteren geraten die Jungs häufig aneinander: Desinteresse, aufgestaute Wut, Beleidigungen und Gewaltausbrüche lassen auch im Camp Konflikte entstehen und eskalieren. Das Zusammenleben auf der Alm und die gemeinsame Aufarbeitung ihrer Straftaten bringen die Jugendlichen immer wieder an ihre Grenzen, lassen sie aber auch über sich hinauswachsen.

Die Serie als Gesprächsanlass

Auf eindrückliche, bedrückende Art und Weise veranschaulicht die Serie „5vor12“, dass Kindheit und Jugend nicht immer ideal verlaufen, sondern mitunter sehr problematisch. Mit dem Thema Jugendkriminalität bringt die Serie einen kritischen Bereich der Lebensrealität Heranwachsender ins Kinderfernsehen. Ältere Kinder ab etwa 11 Jahren, die vielleicht selbst schon mit dem Thema in Berührung gekommen sind, interessieren sich hierfür. Die beklemmende Atmosphäre, die traurigen Geschichten der Protagonisten und die dargestellten Konflikte dürften bei dem jungen Publikum aber ein mulmiges Gefühl hinterlassen und für Gesprächsbedarf sorgen. Hiermit sollten die Kinder nicht alleingelassen werden. Interessieren sie sich für die Serie, so ist das ein guter Anlass für ein Familiengespräch. Folgende Aspekte könnten dabei als Gesprächsanregung dienen:

  • Ursachen und Hintergründe von Jugendkriminalität,
  • eigene Erfahrungen der Kinder,
  • Präventionsmaßnahmen,
  • Hilfestellungen und Auswege.

Auch im schulischen Kontext lässt sich die Serie gut aufgreifen: Hier kann sie Gegenstand einer umfassenderen pädagogischen Auseinandersetzung mit der Thematik werden. Vom KiKA selbst wird das Thema Jugendkriminalität im „KUMMERKASTEN“ näher beleuchtet. Am 22. Oktober 2017 um 20.00 Uhr informiert das Beratungsangebot darüber, warum Jugendliche straffällig werden und zeigt Auswege auf.

 

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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