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Kinder und Werbung im Blick

08. Juli 2016

Während beim KI.KA und beim ausgewiesenen Kinderprogramm der Öffentlich-Rechtlichen keine Werbespots eingeblendet werden, gelten im Privatfernsehen spezielle Regeln: Optisch und Akustisch muss Werbung deutlich von inhaltlichen Sendungen unterschieden werden können, und Kindersendungen dürfen nicht von Werbeeinblendungen unterbrochen werden. Werbung vor und nach den Folgen, die Produkte rund um die Fernsehhelden in spannende Geschichten verpacken, sind jedoch an der Tagesordnung.

Wer kann was durchschauen?

Jüngere Kinder tun sich meist noch schwer, das Konzept ‚Werbung‘ zu durchschauen. Erst ab Mitte des Grundschulalters wird vielen klar: Werbung will zum Kauf anregen. Wenn es sich bei dem beworbenen Produkt um einen in ihren Augen attraktiven Artikel handelt, ist der Widerstand gegen die lockenden Angebote trotz des Wissens um das Ziel der Werbung schwer. Ab etwa 12 Jahren sind Kinder in der Lage, auch subtile Werbeformen zu durchschauen.

Was kann man tun?

Ab dem Grundschulalter steuern Kinder verstärkt kommerzielle Sender an, die auf Werbung nicht verzichten. Darüber hinaus werden sie nicht nur im Fernsehen mit Werbung konfrontiert, sondern in Zeitschriften, im Kaufhaus und vor allem auch im Internet. Absprachen mit dem Nachwuchs können da manchmal helfen: Etwa, was von wessen Geld zu welchem Zweck gekauft werden soll. Vor allem aber sollten Eltern sich gemeinsam mit ihren Kindern über Werbung unterhalten.

Ein bewusster und kritischer Umgang mit Werbung und Konsum kann durch Eltern und Erziehende aktiv gefördert werden. Grundlage dafür ist der eigene – kritische – Umgang mit Werbung, denn die Vorbildfunktion von Eltern und anderen Bezugspersonen ist nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus ist es wichtig, Kindern bereits frühzeitig nahezubringen, was Werbung bedeutet, wie sie funktioniert und was sie von den Konsumenten will. Wenn sich die Mädchen und Jungen bewusst sind, was hinter den Spots und Werbekampagnen steckt, lernen sie eher, die eigenen Bedürfnisse mit den Werbeinhalten abzugleichen und diese kritisch zu hinterfragen.

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