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Kleine Kinder, große Kinder – mit Altersunterschieden umgehen

30. Juni 2006

„Das muss ich dann immer mitgucken“, beklagt sich die siebenjährige Verena, wenn bei ihrer großen Schwester mal wieder „Verbotene Liebe“ auf dem Programm steht. Und weil die Ältere die Verfügungsgewalt über die Fernbedienung hat, bleibt Verena nichts anderes übrig, als mitzusehen - oder gar nichts zu sehen. Dabei würde sie viel lieber „Benjamin Blümchen“ oder „Angelina Ballerina“ anschauen. Meist entscheidet sie sich fürs Mitgucken, "weil ich will ja fernsehen".

Das gemeinsame Fernsehschauen von älteren und jüngeren Geschwistern kann einigen Zündstoff bergen: Die Älteren wollen sich nicht mehr auf den „Kinderkram“ der Jüngeren einlassen, die Kleinen können im Gegenzug mit den Lieblingssendungen der Älteren nichts anfangen. Außerdem dürfen die Älteren oft auch Sendungen des Erwachsenenprogramms sehen. Für die Kleinen ist das meist keine geeignete Fernsehkost. Aber weil sie ja fernsehen wollen, bleiben sie auch mal dran, obwohl ihnen das Gesehene nicht ganz geheuer ist. Für Eltern ist es keine leichte Aufgabe, zwischen den unterschiedlichen Interessen zu vermitteln bzw. für alle akzeptable Regeln auszuhandeln. Schließlich sollen die Kleinen nicht überfordert werden, den Größeren will man aber auch nicht unrecht tun. Manchmal hilft es, Alternativen anzubieten: Vielleicht kann die Lieblingssendung der Jüngeren/Älteren aufgezeichnet und dann zu einem anderen Zeitpunkt angeschaut werden? Oder man kann die Kleinen für die Alternative begeistern, sich vor dem Schlafengehen eine Geschichte vorlesen zu lassen. Keine gute Lösung ist es, den Kindern eigene Fernsehgeräte ins Kinderzimmer zu stellen. Die Gefahr ist zu groß, dass Übereinkünfte zu Programmauswahl und Sehzeiten nicht eingehalten werden.

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