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Das Leid der Flüchtlinge geht Kindern nahe

04. September 2015
Das Leid der Flüchtlinge geht Kindern nahe

Ein Bild dokumentiert das Elend der Flüchtlinge derzeit besonders eindringlich: Ein toter Junge, der in der Türkei an Land gespült wurde. Das Bild ging gestern Abend durch die Medien, viele Menschen reagieren erschüttert, auch Kindern geht dieses Thema sehr nahe. Spätestens seit über die aktuelle Flüchtlingssituation, aber auch über Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und Fremdenfeindlichkeit berichtet wird, sind Kriege wie in Syrien oder der Ukraine nicht mehr "weit weg", sondern in der unmittelbaren Lebenswelt der Kinder hierzulande angekommen.

Kriege machen Kindern Sorgen

Ab etwa Anfang des Grundschulalters werden Kinder verstärkt mit den vermeintlichen "Erwachsenenthemen" konfrontiert. Bilder im Fernsehen und in anderen Medien, die das Leid von Flüchtlingen oder den Schrecken des Krieges zeigen, können sie ohne Unterstützung kaum verarbeiten. Insbesondere, wenn andere Kinder als Opfer gezeigt werden, können Albträume oder schlaflose Nächte die Folge sein. Wie Kinder auf das Gezeigte reagieren, ist allerdings individuell unterschiedlich und wird auch davon beeinflusst, wie im familiären und schulischen Umfeld mit dem Thema umgegangen wird.

Auch Ältere haben Ängste

Doch auch ältere Mädchen und Jungen geht das gezeigte Leid von erschöpften und traumatisierten Flüchtlingen sehr nahe. Zudem macht ihnen die Vorstellung, dass schreckliche Ereignisse wie Kriege und Vertreibung auch die eigene Familie und Freunde treffen könnten, zusätzlich Angst. Je älter die Kinder werden, umso mehr machen sie sich über Konflikte und deren Hintergründe Gedanken. Sie sorgen sich über das eigene Umfeld hinaus um politische und gesellschaftliche Folgen von Kriegen und leiden mit den Opfern mit.

Kinder wollen informiert sein

Spätestens, wenn Kinder nicht nur Kriegsfolgen, wie die Diskussion um Flüchtlinge hierzulande mitbekommen, sondern auch direkt mit erschütternden Aufnahmen von Flüchtlingen konfrontiert werden, wollen sie meist mehr über Hintergründe erfahren. Dementsprechend wenig sinnvoll ist es, Kinder vor solchen und ähnlichen Themen gänzlich abzuschirmen. Vielmehr brauchen Kinder Unterstützung, um sich mit dem Geschehen und den damit verbundenen Angstgefühlen auseinandersetzen zu können.

Zusätzlich zu Gesprächen im Familienkreis können speziell für Kinder produzierte Sendungen wie die Kindernachrichten "logo!" (KiKA) hilfreich sein: Sie verzichten auf verstörende Bilder und bieten neben Informationen und Hintergründen die Möglichkeit, sich mit Fragen oder Diskussionsbeiträgen auf der Website selbst einzuschalten. Eine Zusammenfassung zum Thema "Flüchtlinge" gibt es als logo!-Spezial unter modul.tivi.de, Informationen dazu, wie man selbst Flüchtlingen helfen kann unter www.tivi.de

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