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Mehrfachvermarktung von Fernsehhelden

11. November 2011

Die Film- und Fernsehhelden von Kindern haben längst die gesamte Medienwelt erobert. Egal ob die intergalaktischen Sternenkrieger aus Star Wars, die bezaubernde Elfenprinzessin Lillifee oder Rennwagen Lightning McQueen aus Cars: Die Fernsehfavoriten der Kinder gibt es auch als PC- und Konsolenspiele, Online-Spiele, Hörbücher, Zeitschriften sowie Mal- und Bastelbücher. Darunter sind Medienprodukte, die den jungen Fans altersangemessene Unterhaltung und Spielspaß bieten. Es gibt aber auch überteuerte Angebote mit wenig Mehrwert. Auch die jeweiligen Produktpaletten können sich sehen lassen: Vom Star Wars-Spielzeug von Lego über Alltagsgegenstände wie Bettwäsche, Tassen, Rücksäcke, Kleidungsstücke bis hin zu Stofftieren oder Actionfiguren gibt es fast nichts, was es nicht gibt.

Eltern geraten angesichts dieser Fülle unter Zugzwang. Schon bei Vorschulkindern werden Wünsche geweckt, Konflikte sind in vielen Familien vorprogrammiert. Allein aus finanziellen Gründen müssen die meisten Eltern Grenzen ziehen. In Anbetracht der Begeisterung, mit der sich Kinder vom Fernsehen in die Medien- und Konsumwelt leiten lassen, sind Eltern aber auch gefordert, ihren Kindern einen kritischen Umgang nahe zu bringen. Vor allem sollte man im Blick haben, dass ...
  • ... das Fernsehen als „Zugmedium“ die Mädchen und Jungen gezielt ködert, um ihnen Produkte des Medien- und Konsummarktes schmackhaft zu machen. Umso wichtiger ist es, ihnen bewusst zu machen, welche Strategien hinter der Verzahnung unterschiedlicher Medien und Produkte stecken.
  • ... Medienprodukte zu ein und demselben Film- oder Fernsehhelden fallen in punkto Altersangemessenheit und Qualität oftmals sehr unterschiedlich sind. Am besten ist es, gemeinsam mit den Kindern anhand von Rezensionen und Empfehlungen zu überprüfen, ob das Produkt tatsächlich hält, was es verspricht.
  • ... ein Abtauchen in einseitige Medienwelten problematisch werden kann. Wird Kindern die immer gleiche Botschaft, etwa von kampfstarken Helden oder fragwürdigen Schönheitsidealen auf verschiedenen Wegen nahegebracht, erhöht sich das Risiko, dass sie diese Vorgaben zu ernst nehmen.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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