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Missbrauch auf alle Kanälen - für Kinder schwer zu verkraften

12. März 2010

In den letzten Wochen verging kein Tag ohne neue Schreckensmeldungen, in denen deutschlandweit aktuelle oder vergangene Fälle von Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ans Tageslicht kommen. Bei der medialen Präsenz bleibt es nicht aus, dass auch Kinder mit dem Thema konfrontiert werden. Themen wie sexuelle Gewalt und körperliche Züchtigung sind für Heranwachsende besonders schwer zu verkraften. Fragen nach dem Warum tun sich auf, was bleibt sind Verunsicherung und Angst. Für Mädchen und Jungen ist es äußerst belastend, wenn Gleichaltrige misshandelt oder missbraucht werden, da sie zum einen mit den Opfern fühlen und sich zum anderen kaum distanzieren können – die Angst, selbst zum Opfer werden spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Dass die Übergriffe von erwachsenen Bezugs- und Vertrauenspersonen wie Lehrern, Pädagogen usw. ausgehen, die ihr Machtverhältnis ausnutzen, macht die Sache umso schlimmer. Die Tatsache, dass die Vorfälle mitunter Jahre oder Jahrzehnte unter den Teppich gekehrt wurden und die Opfer hilflos ihren Peinigern ausgesetzt waren, verstärkt das Gefühl von Ohmacht und Hilflosigkeit bei den Mädchen und Jungen.

In einer solchen Situation ist es wichtig, dass Kinder eine Anlaufstelle haben, an die sie sich bei Fragen und Verunsicherung wenden können. Hier bietet zum einen das Kinderfernsehen (z.B. die Kindernachrichtensendung „logo!“) oder andere Kindermedien (wie Radiooder Websites) – auch im aktuellen Fall – eine kindgerechte und schonende Aufbereitung. Oft bieten solche Sendungen (und begleitende Aktionen etwa im Internet) den Kindern auch die Möglichkeit, ihre Betroffenheit zu äußern oder ihre Meinung kundzutun – eine gute Gelegenheit, das Gefühl von Ohnmacht zu überwinden. Am wichtigsten ist es jedoch, dass sie sich die Mädchen und Jungen daheim mit ihren Fragen an ihre Eltern und andere Bezugspersonen wenden können und dort Trost und Zuwendung finden.

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