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Miteinander reden - Auch beim Thema Fernsehen wichtig

07. April 2006

Wie lange dürfen Kinder fernsehen? Welche Sendungen sind erlaubt? Sollen Kinder einen eigenen Fernseher haben? Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele Eltern, doch wie in allen Erziehungsbereichen gibt es auch in Sachen Fernsehen keine Patentrezepte. Zu unterschiedlich sind Kinder, die Fernsehfähigkeiten variieren je nach Alter und Geschlecht, aber auch individuelle Unterschiede spielen eine große Rolle. Geht es um die Häufigkeit und Dauer des Fernsehkonsums sind Regeln wichtig, reine Zeitvorgaben reichen allerdings nicht aus. Vielmehr sollten Eltern ihren Kindern vermitteln, dass das Fernsehen nur eine Freizeitbeschäftigung unter vielen ist. Alternativen wie Sport, Spielen mit Freunden oder gemeinsame Aktionen mit der Familie sollten nicht zu kurz kommen. Spielt das Fernsehen oder ein anderes Medium im Alltagsleben von Kindern über einen längeren Zeitraum die Hauptrolle, dreht es sich beim Nachwuchs in Gesprächen und Spielen vor allem um Fernsehhelden, sollte man auf jeden Fall reagieren. Oftmals verbergen sich hinter dem Bedürfnis, in die Fernseh- und Medienwelt zu entfliehen, Schwierigkeiten und Probleme in der Realität. In dieser Situation können Lieblingssendungen oder Fernsehfiguren ein guter Anknüpfungspunkt sein, um ins Gespräch zu kommen und sogar etwas über die Ursachen der Realitätsflucht herauszufinden: Überforderung in der Schule, Konflikte im Freundeskreis, Liebeskummer usw. Wichtig ist es, den Kindern klarzumachen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine dastehen und sich gemeinsam um Lösungen zu bemühen. Und auch die Erwachsenen können sich bei Fragen rund um die Fernseherziehung oder anderen Erziehungsproblemen Hilfe holen. Oft sind Gespräche mit anderen Eltern der erste Schritt, das Fernseh- und Medienverhalten der eigenen Kinder richtig einzuordnen. Auch Elternabende in Kindergarten oder Schule bieten die Möglichkeit das Thema Kinder und Fernsehen zur Diskussion zu stellen. Kommt man mit elterlichem Engagement nicht weiter oder verbergen sich hinter übermäßigem Fernsehkonsum massivere Schwierigkeiten, sind regionale Erziehungsberatungseinrichtungen (Infos unter: www.bke-elternberatung.de) eine gute Anlaufstelle.

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