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Praktisches mit Medien: Die Bilder laufen lassen

06. März 2009
Fernsehen, Film und andere Medien üben auf Kinder große Faszination aus. Aber statt zu passiven Konsumenten heranzuwachsen, sollten Kinder von klein auf lernen, dass man mit Medien auch aktiv umgehen kann. Wer über Funktionsweisen und Gestaltungsmöglichkeiten Bescheid weiß, kann sich auch leichter distanzieren und einen kritischen Blick auf Film, Fernsehen und Co. entwickeln. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, mit einfachen Mitteln schon die Jüngsten spielerisch an einen kreativen Medienumgang heranzuführen. Besonders geeignet ist zum Beispiel die Digitalkamera. Sie steht in vielen Haushalten zur Verfügung, und ist – je nach Modell – meist auch einfach zu bedienen. Motive, die Kinder interessieren könnten, gibt es jede Menge: Tiere im Zoo, die eigenen Spielsachen, Oma und Opa usw. Geht es ans Bildermachen, sollten die Erwachsenen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dabei genügt es, zunächst das Nötigste, wie Auslöser, Display und Sucher zu erklären. Technische Einzelheiten verwirren am Anfang eher. Unterschiedliche Einstellungen und Perspektiven veranschaulichen den Kindern, wie ein und dasselbe Motiv unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Im Prinzip basiert ein wichtiger Teil der Bildsprache von Filmen auf diesem Phänomen. Aus den Fotos lässt sich dann zum Beispiel ein Memory basteln: Am einfachsten ist es, die Fotos bei einem Fotoservice in Auftrag zu geben. Alternativ kann das Memory im Fotobearbeitungsprogramm auch selbst gestaltet und ausgedruckt werden. Ein Tipp: Ein Memory-Paar muss nicht immer gleich sein, d.h. ein Gegenstück kann z. B. mit dem Farbfilter verändert werden oder nur einen Ausschnitt des Gesamtbildes zeigen. So lässt sich auch veranschaulichen, wie Bilder manipuliert werden können. Aus den Fotos ein Daumenkino zu machen, ist auch nicht schwer: Viele digitale Kameras haben eine Serienbild-Funktion; das ist besonders hilfreich, wenn man etwa eine Person oder ein Tier in Bewegung festhalten möchte. Zusammengebunden entsteht aus den Bildfolgen ein Daumenkino – damit lässt sich veranschaulichen, wie aus Einzelbildern ein bewegtes Bild entsteht. Bei all dem sollte nicht vergessen werden: Im Zentrum stehen das Gemeinschaftswerk und der Spaß – und nicht ein perfektes Produkt.

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