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Thema Fernseherziehung

16. Mai 2002

"Musst du immer vor der Glotze sitzen?" "Spiel doch mal draußen oder lies ein Buch!" Solch wohl gemeinte Anregungen stoßen beim fernsehbegeisterten Nachwuchs meist auf taube Ohren. Viele Eltern sorgen sich, ob ihr Kind nicht zuviel Zeit mit dem Fernsehen, dem Computer oder anderen Medien verbringt und ob der ständige Medienkonsum ihnen nicht schadet. Aber eines vorweg: Wie immer ist auch beim Fernsehen das rechte Maß entscheidend. Wenn allerdings Kinder Medien zu ihrem Mittelpunkt machen, wenn sie Aktivitäten und Pflichten vernachlässigen, ist Sorge berechtigt und Initiative angesagt. Dann sind klare Absprachen und Regelungen für den Umgang mit dem Fernsehen vonnöten, die dem Alter und der persönlichen Situation der Kinder angepasst sind. Eltern sollten zunächst auch prüfen, ob sich hinter dem übermäßigen Medienkonsum Alltagsprobleme verbergen, ob das Kind nicht vielleicht Sorgen, Nöte oder Ängste plagt, die durch Medienkonsum verdrängt werden. Attraktivere Freizeitalternativen können da gegensteuern: konkrete Vorschläge und Maßnahmen, gerade von elterlicher Seite, vertreiben Kindern die Langeweile, regen sie an und bieten sinnvolle Abwechslung. Strikte Verbote sind nicht der Weisheit letzter Schluss, denn für viele Kinder und Jugendliche hat besonders das Verbotene einen großen Reiz. Stattdessen ist es wichtig, Kinder an einen sinnvollen und verantwortlichen Umgang mit dem Fernsehen und anderen Medien zu gewöhnen. Erst wer diese Lektion gelernt hat, kann sich selbstbestimmt und sicher durch den Dschungel der Medienangebote bewegen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das elterliche Verhalten: Eltern sind Vorbilder, und wenn sie ihrem Nachwuchs mit verantwortungsbewusstem und kritischem Fernsehkonsum vorangehen, werden auch die Kinder das Fernsehen nicht so wichtig nehmen.

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