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TV ohne Ende? Im Notfall Grenzen ziehen

09. Januar 2012

Wie viel Fernsehen ist zu viel? Darüber gehen die Meinungen zwischen Eltern und Kindern erfahrungsgemäß auseinander: Während Kinder von ihrer Lieblingsserie oder ihren Lieblingsfilmen nicht genug kriegen können, machen sich Eltern Sorgen über mögliche Beeinträchtigungen. "Du hast ja schon viereckige Augen", heißt es dann, und Streit ist vorprogrammiert. Aus pädagogischer Sicht lässt sich die Frage nach dem "Genug" oder "Zuviel" leider nicht mit reinen Zeitangaben beantworten. Bei übermäßigem Fernsehkonsum sollten auf jeden Fall Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

 

Mit Fernsehzeiten haushalten Statt den Fernsehkonsum mit starrer Zeitbegrenzung pro Tag zu regulieren, kann man Kindern "Zeitgutscheine" anbieten: Ihre wöchentliche Fernsehzeit können sich die Mädchen und Jungen in gewissen Grenzen selbst einteilen. So kann ein toller Film in voller Länge gesehen werden, dafür wird am nächsten Tag Fernsehpause eingelegt. Mit dieser Methode lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen und sich über Dauer und Qualität des Fernsehens Gedanken zu machen.

Die Fernbedienung als Taktgeber In manchen Familien dient das Fernsehen auch dazu, den Alltag zu strukturieren: Bei jüngeren Kindern ist zum Beispiel das "Sandmännchen" als Tagesabschluss ein liebgewonnenes Ritual, bei einigen älteren Kindern gehört die tägliche Soap zum Tagesablauf. Je nachdem, wie stark sich solche Rituale festigen, kann es nicht schaden, die eingefahrenen Gewohnheiten zu überprüfen und den Kindern gegebenenfalls Alternativen aufzuzeigen.

Babysitter TV? Auch wenn es mitunter verlockend erscheint, schon ganz kleine Kinder mit dem TV ruhigzustellen: Diese Methode sollte die absolute Ausnahmebleiben, denn gerade jüngere Kinder brauchen Unterstützung, um Gesehenes zu verarbeiten und profitieren am meisten von gemeinsamen Fernseherlebnissen. Auch für ältere Kinder sollten der Fernseher oder andere Medien nicht als Ersatz für soziales Miteinander herhalten.

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