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Werbung im Kinderprogramm - Für Eltern oft ein Problem

17. Januar 2003

Viele Millionen Euro werden hierzulande jedes Jahr für Spielzeug ausgegeben, und natürlich hat auch das Fernsehen längst die Kaufkraft von Kindern erkannt. Ob als Actionfiguren, auf bunt gestalteter Bettwäsche, auf Audiokassetten oder in Fan-Zeitschriften - dank geschickter Werbeeinblendungen sind die Serienhelden schon lange auf dem Vormarsch in die heimischen Kinderzimmer. Während beim KI.KA und beim ausgewiesenen Kinderprogramm der Öffentlich-Rechtlichen keine Werbespots eingeblendet werden, verstehen es einige Privatsender nur allzu gut, ihrem Zielpublikum in punkto Konsumfreude auf die Sprünge zu helfen. Nach wie vor darf Kinderfernsehen zwar nicht von Werbung unterbrochen werden, jedoch haben sich findige Werbestrategen auch hierfür etwas einfallen lassen. Zur Sendung passende Artikel werden kurzerhand vor oder nach einer Folge angepriesen und in eine kurze, spannende Geschichte verpackt. Ohne lästige Unterbrechung während der Sendung hat das Spielzeug so ohnehin die besseren Chancen, bei Kindern anzukommen. Ganz gezielt wird auf diese Weise Produktwerbung für bestimmte Altersstufen betrieben - vom Brett- bis zum Computerspiel findet die ganze Angebotspalette ihren Platz. Bei solch ausgeklügelter Vermarktung verwundert es kaum, dass in Kindern die Neugier auf das entsprechende Spielzeug geweckt wird. Besonders, wenn dieses ohnehin mit den Helden der eigenen Lieblingsserie zu tun hat und obendrein auch bei anderer Gelegenheit, zum Beispiel auf den Internetseiten der Sender, beworben wird. Doch bald lässt die Attraktivität des Spielzeugs nach, und schon macht ihm Neues Konkurrenz, tritt Neues an seine Stelle. Eltern haben damit oft ihre liebe Not. Absprachen mit dem Nachwuchs können da manchmal helfen: Etwa, was von wessen Geld zu welchem Zweck gekauft werden soll. Vor allem aber sollten Eltern sich gemeinsam mit ihren Kindern über Werbung auseinandersetzen. Immerhin merken Kinder schon gegen Mitte des Grundschulalters, dass Werbung etwas von ihnen will und nicht alles hält, was sie verspricht.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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