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Youtube: Videoportal mit Stolpersteinen

25. Februar 2015
Youtube: Videoportal mit Stolpersteinen

„Hast du schon das eine Video auf Youtube gesehen …?“ – Youtube, das Videoportal des US-amerikanischen Web-Riesen Google, ist aus dem Medienalltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Auf der Internetplattform können die Benutzer zu jedem beliebigen Thema Videos suchen und kommentieren, aber auch selbstgedrehte Videos einstellen.

Durch seine immer weiter steigende Popularität und das unkomplizierte Hochladen von Filmen hat Youtube mittlerweile ganz eigene Video-„Genres“ hervorgebracht, die bei den Kids hoch im Kurs stehen, wie z. B. „Let’s Play“-Videos (engl. „Lasst uns spielen“), in denen ein Spieler ein Computerspiel vorführt und die Zuschauer mit flotten Sprüchen und spontanen Reaktionen am Spielgeschehen teilhaben lässt. Ebenfalls populär sind „Unboxing-Videos“, die Personen zeigen, wie sie Produkte wie Spielzeug, Smartphones oder Kosmetik vor der Kamera auspacken und präsentieren. Die Protagonisten in diesen Videos sind meistens junge Erwachsene oder Gleichaltrige, die wie „gute Kumpels“ oder „beste Freundinnen“ auftreten und Kindern und Jugendlichen somit ein hohes Potential an Identifikation bieten – zumal man als Zuseher über die Kommentarfunktion mit den „Youtube-Stars“ auch in Kontakt treten und ihnen Anregungen für weitere Videos geben kann.

Doch auch Eltern binden Youtube immer mehr in die Mediennutzung der Kinder ein: Da die Auswahl an kurzen Filmen und Serienepisoden riesig und nicht an TV-übliche Ausstrahlungszeiten gebunden ist, stellt das Portal eine Alternative zum Kinderprogramm im Fernsehen dar. Auch, weil sich viele Kinderserien und -sendungen finden lassen, die gar nicht (mehr) im regulären Fernsehprogramm laufen.

Bei aller Begeisterung birgt die Nutzung von Youtube jedoch auch einige Tücken. Zum einen werden beim Ansehen von Videos am Seitenrand stets ähnliche Inhalte zum „weiterschauen“ angeboten. Das verleitet Kinder dazu, noch mehr zu schauen und sich unter Umständen ganze Nachmittage und Abende mit den bunten Videos um die Ohren zu schlagen. Es empfiehlt sich also für Eltern, genau wie beim Fernsehen, feste Nutzungszeiten zu vereinbaren und/oder den Konsum auf eine bestimmte Anzahl an Videos oder Serienfolgen zu reduzieren. Zum anderen verfügt Youtube über keinen zufriedenstellenden Jugendschutz. Problematische Videos sind nur einen Mausklick entfernt. Eltern sollten daher ein offenes Auge dafür haben, was die Kinder anschauen, sich gemeinsam über das Gesehene unterhalten und speziell die Jüngsten beim Youtube-Schauen begleiten.

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