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Brutale Bilder im TV - Wie spreche ich mit Kindern darüber?

29. August 2016
Brutale Bilder im TV - Wie spreche ich mit Kindern darüber?

Schreckliche Bilder von Terror, Amok und Anschlägen bestimmen die Nachrichtenlage. Die Verunsicherung ist groß, auch bei Erwachsenen. Wie gehen Eltern am besten damit um? Was brauchen Kinder, wie viel Information verkraften sie?

Mit Kindern behutsam reden

Kinder bis Ende des Kindergartenalters werden noch nicht unbedingt mit diesen Themen konfrontiert. Wenn Fragen kommen, müssen Eltern natürlich reagieren. Mit einfachen Worten sollten die Ereignisse kurz erklärt werden, aber ohne Details und dramatische Zuspitzung. Die meisten Kinder dieses Alters werden sich schnell wieder naheliegenderen Dingen widmen.

Ängste ernst nehmen

Bei den Grundschulkindern ist es schwierig, sie von den schrecklichen Ereignissen fernzuhalten. Egal, ob in der Schule, in der Familie oder aus den Medien: Kinder bekommen die Ereignisse mit und machen sich Sorgen. Abwiegeln ist keine angemessene Reaktion. "Das verstehst du noch nicht" bringt sie nicht weiter, sondern erhöht Verunsicherung und Angst. Solche Sätze nehmen Heranwachsenden den Drang, die Wirklichkeit zu begreifen und lassen sie mit ihren Fragen und Nöten allein. Die eigene Angst und Verunsicherung sollten Eltern weitgehend für sich behalten. Kinder brauchen das Gefühl von Sicherheit und Stabilität, das ihnen die Eltern und andere Bezugspersonen vermitteln sollten.

Die Rolle sozialer Medien

Gerade beim Amoklauf in München wurden viele Meldungen zu den Ereignissen in Echtzeit über WhatsApp, Twitter und Facebook verbreitet. Dadurch können sich Emotionen aufschaukeln, weil vieles ungefiltert auf die Mädchen und Jungen einstürmt. Ein anderer Effekt ist, dass die Bedrohung jedem Einzelnen näher kommt, als sie eigentlich ist. Auch das sollte man Kindern klarmachen: Durch die ständigen Onlinemeldungen hat man das Gefühl, mittendrin zu sein, was die eigene Verunsicherung verstärken kann.

Eltern sind Vorbild

Eltern sollten im Umgang mit Informationsmedien mit gutem Beispiel vorangehen:

  • Informationen sorgfältig prüfen und auswählen
  • Gerüchte, Hetze und Spekulationen aussortieren
  • Mit den Kindern besprechen, was verlässliche Quellen sind (etwa seriöse Tageszeitungen, Online-Magazine, Fernsehnachrichten)

 

Manchmal ist es besser, sich aus dem Strom von Informationen ganz auszuklinken. Statt im TV oder im Internet ständig dranzubleiben, ist es in vielen Fällen vernünftiger, den normalen Alltag zu leben. Kinder brauchen aber das Gefühl, dass sie informiert werden, wenn es darauf ankommt. Am besten mit Abstand gemeinsam kindgerechte Informationsangebote anschauen wie zum Beispiel die Kindernachrichten "logo!" (KiKA) oder entsprechende Internetseiten wie www.sowieso.de.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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