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Rollenspiele und mehr: Spielerisch verstehen lernen

02. September 2015
Rollenspiele und mehr: Spielerisch verstehen lernen

Kinder verarbeiten Medienerlebnisse anders als Erwachsene. Sie sind emotionaler bei der Sache und schlüpfen gerne in die Rolle ihrer Lieblingshelden. Wenn im heimischen Kinderzimmer SpongeBob, Star Wars oder Prinzessin Lillifee zum Leben erwachen, werden Eindrücke spielerisch aufgearbeitet.

Sichtweisen verstehen lernen Indem Kinder die Rolle einer Fernsehfigur übernehmen, lernen sie, sich in andere hineinzuversetzen. Sie sehen die Welt »mit anderen Augen«. Das kommt auch ihrem Fernsehverständnis zugute: Warum handelt die Figur so? Wie fühlt sie sich in dem Moment? Was meint sie damit? So entwickeln Kinder die Fähigkeit, Perspektiven und Motive von Film- und Fernsehfiguren zu verstehen. Eltern können die Mädchen und Jungen dabei unterstützen, indem sie sich auf das Spiel mit Rollen einlassen oder sich Besonderheiten der Lieblingsfiguren erklären lassen. Das hilft Kindern, das Gesehene besser nachzuvollziehen. Darüber hinaus erfahren die Erwachsenen, mit welchen Fragen und Themen sich die Mädchen und Jungen gerade herumschlagen.

 

Vorbilder prüfen Kinder wollen genauso mutig, beliebt und stark wie ihre Vorbilder aus dem Fernsehen sein. In den Rollen ihrer Lieblingsfiguren malen sie sich aus, wie es wäre, ein Held oder eine Heldin zu sein – sie wachsen sprichwörtlich über sich hinaus. Orientieren sie sich vor allem an kämpferischen Actionhelden, sollten Eltern gegensteuern. Für Kinder ist es wichtig zu lernen, dass man Konflikte auch ohne Gewalt lösen kann. Dafür gibt es genügend Identifikationsfiguren im Kinderprogramm.

Distanz schaffen Indem sie spielen, was sie gesehen und wie sie es empfunden haben, schaffen Kinder Abstand zum Bildschirmgeschehen. Das hilft ihnen, belastende Szenen zu verarbeiten. Diese Fähigkeit hat allerdings ihre Grenzen. Bei drastischer Gewalt oder ernsten Themen wie Tod, Katastrophen oder Kriegen, reagieren Kinder mit Angst und Verunsicherung. Dann brauchen die Mädchen und Jungen die Unterstützung von Eltern oder anderen Bezugspersonen.

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