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Was Kinder im TV sehen - Fernsehen als Orientierungsquelle

04. Mai 2012

Erwachsenen fällt es mitunter schwer nachzuvollziehen, wofür Kinder sich im Fernsehen begeistern können. Action, aberwitzige Geschichten und schräge Typen – erst auf den zweiten Blick zeigt sich, dass die Fernsehvorlieben eng mit dem Entwicklungsstand zusammenhängen. Womit sich Kinder im jeweiligen Alter gerade herumschlagen, was sie bewegt oder ihnen Sorgen macht, spielt bei der Wahl des Lieblingsprogramms eine große Rolle. Ändern sich im Altersverlauf die Themen der Kinder, sind auch die Fernsehlieblinge von gestern schnell abgemeldet. 

Entwicklungsbedingte Interessen Für den sechsjährigen Florian zum Beispiel ist Batman der Größte. In den Geschichten vom unbesiegbaren Kämpfer spiegelt sich sein Wunsch nach Stärke und Selbstbehauptung. Schließlich muss er als jüngster in der Familie oft hinter den Großen zurückstecken. Werden die Kinder älter, beschäftigen sie häufig Fragen rund um Geschlechterrollen: Wie sollen "richtige" Mädchen und Jungen sein, welcher Stil passt zu mir? Bei angehenden Teenagern kommen die Abgrenzung von den Erwachsenen sowie der Umgang mit Liebe, Sexualität und Partnerschaft hinzu.

Hilfe im Alltag "Ich find‘s spannend, wie das ist, wenn die streiten und dann wieder gut sind." Die zehnjährige Lilli wird in der Schule von ihren Mitschülerinnen ausgegrenzt. In Soaps wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten sucht sie nach Hinweisen, wie man aus der Außenseiterrolle herauskommen kann. Bei aktuellen Problemen – etwa Schwierigkeiten in der Schule, Streit mit Geschwistern oder Freunden – suchen Kinder nach Anregungen, auch im Fernsehen. Ob diese immer alltagstauglich sind, ist eine andere Frage.

Flucht vor Problemen Weil Fernsehen und andere Medien Projektionsfläche für eigene Wünsche und Träume sind, ist der Medienkonsum gerade in schwierigen Zeiten so verlockend. Wenn reale Probleme übermächtig werden, bietet die Lieblingsserie oder das Lieblingsspiel Entlastung. Manchmal wird daraus die Flucht aus dem Alltag, der Medienkonsum nimmt überhand. Mit Verboten alleine ist es dann nicht getan. Mindestens ebenso wichtig ist ein aufmerksamer Blick, um die Gründe dafür zu verstehen. Vielleicht sind die Kinder in der Realität mit Problemen konfrontiert, die sie alleine nicht bewältigen können.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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