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Filmblut - Alles Ketchup?

19. Februar 2009
Egal ob in Krimis, Action- oder Abenteuerfilmen, selten geht es hier ohne Blutvergießen ab. Älteren und fernseherfahrenen Kindern ist meist schon klar, dass dabei nicht wirklich Blut vergossen wird. "Ist nicht echt, ist ja nur Ketchup", erklärt zum Beispiel der elfjährige Daniel. Dass bei derartigen Szenen auf Ketchup als Blutersatz zurückgegriffen wird, ist allerdings ein Gerücht: Filmblut ist nichts zum Essen. Ketchup oder nicht, viel interessanter ist die Frage, wie es denn möglich ist, dass just in dem Moment, in dem geschossen oder gestochen wird, beim Opfer Blut fließt.
Um blutende Verletzungen wirklichkeitsgetreu darzustellen, greifen die Filmschaffenden auf raffinierte Tricks zurück: Sinken die Schauspieler bei einem Schusswechsel tödlich getroffen zu Boden, rinnt das Filmblut effektvoll aus aufplatzenden kleinen Plastikbeuteln über den Körper des Getroffenen. Das todbringende Messer hingegen ist so präpariert, dass die Schneide im entscheidenden Moment zurückklappt und das künstliche Blut über Schläuche aus dem Griff gepumpt wird. So entsteht der Eindruck einer blutenden Wunde. Derlei Tricks gibt es noch unzählige, denn im Film ist nichts so, wie es scheint. Dennoch, bei all dem unechten Blutvergießen kommt es für den Fernsehnachwuchs auch darauf an, wie sehr solche Szenen einen Film beherrschen. Selbst wenn Kinder wissen, mit welchen Filmtricks zu Werke gegangen wird, gibt es für sie Grenzen des Zumutbaren. Detaillierte Darstellungen von blutüberströmten Opfern überfordern sie, da hilft dann selbst ihr Wissen nicht mehr, um sich vom Bildschirmgeschehen zu distanzieren. Deshalb ist es ratsam, auch bei den schon fernseherfahreneren Sprösslingen abzuwägen, ob ihnen Sendungen Probleme bereiten können.

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