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FLIMMO fragt nach: Nellys Abenteuer

03. September 2016
FLIMMO fragt nach: Nellys Abenteuer

FLIMMO hat Flora Li Thielmann, Darstellerin der Nelly, und ihre Filmeltern Julia Richter und Kai Lentrodt bei der Deutschlandpremiere von „Nellys Abenteuer“ getroffen. Direkt nach der Vorführung hat sich das Schauspiel-Team für die Fragen von FLIMMO Zeit genommen. Die ausführliche Besprechung des Films finden Sie unter www.flimmo.de.

Wie ist es, den Film mit Publikum zu sehen?

KL: Horror! (alle lachen) Wir waren alle total aufgeregt. Wie das Ganze wirklich ankommt, kriegen wir ja selten mit. Deswegen sind solche Momente wichtig. Da sieht man, ob unsere Arbeit auch angenommen wird.

Wie sah ein typischer Drehtag aus?

FLT: Als Kind darf ich nicht so lange drehen. Deswegen war’s für mich nicht so anstrengend wie für die anderen.

KL: Für uns Großen hieß das: um sieben Uhr morgens aufstehen, zwölf Stunden schwitzen, um acht abends nach Hause kommen. Wir waren in der absoluten Hitzewelle da, ich hab in den ersten sechs Tagen vier Kilo abgenommen.

Wie lief die Zusammenarbeit mit dem rumänischen Schauspiel-Team?

KL: Das Filmteam war sehr professionell und international, weil in Rumnänien viele ausländische Produktionen gedreht werden. Einige waren schon bei Hollywoodfilmen dabei, die Kommunikation war kein Problem.

FLT: Mein Filmfreund Tibi konnte kein Deutsch, mit dem habe ich nur Englisch geredet. Aber es gab am Set eine Frau, die Rumänisch und Deutsch konnte, die hat zur Not übersetzt.

Was waren eure schönsten Momente beim Dreh?

FLT: Es gab so viele! Ich war vorher noch nie in Rumänien und habe dort Sachen erlebt, die ich sonst nie gemacht hätte: Ich wäre nie auf die Idee gekommen, einfach in ein Roma-Dorf zu fahren, oder auf einen fahrenden Zug zu springen.

JR: Die Erfahrungen mit dem Roma-Dorf: Die Straßen und die Planwagen mit den Pferden – das ist alles echt, das wurde nicht für den Film inszeniert. Die Kinder und die Dorfbewohner haben ohne ein Wort Deutsch zu sprechen spontan im Film mitgespielt. Die hatten eine Spielfreude und eine Begabung, das hat mich umgehauen.

Was zeichnet den Film aus?

FLT: Dass man wirklich was vom Land sieht. Da ist nichts gestellt und man sieht an Kleinigkeiten, wie das Leben dort ist. Man hat nach dem Film ein anderes Bild von Rumänien, wenn man das Land vorher noch nicht wirklich kannte oder nicht viel darüber wusste.

JR: In diesem kleinen Häuschen, in dem wir gedreht haben, mit diesen zwei Zimmern, wo man den Kopf einziehen muss – da leben normalerweise acht Menschen. Die Szenen im Film sind nicht ausgedacht, keine Klischees, sondern aus dem Leben gegriffen. Das finde ich sehr beeindruckend. Man muss sich Fremden gegenüber öffnen – auch in unserem Land, das finde ich wichtig.

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