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Bewusst fernsehen - der richtige Umgang

16. Januar 2015
Bewusst fernsehen - der richtige Umgang

Fernsehen ist – ebenso wie Bücher, Zeitschriften, das Radio, oder das Internet – Teil unserer Kultur und kann in vielerlei Hinsicht anregen, unterhalten und den Horizont erweitern. Entscheidend ist, wie mit dem Angebot umgegangen wird. Da heutige Kinder in einer von Medien durchdrungenen Alltagswelt aufwachsen, ist eine der wichtigsten Entwicklungsaufgaben, sich in dieser Welt zurechtzufinden und die Medien angemessen zu nutzen. Kinder müssen von Anfang an einen selbstbestimmten, kritischen und maßvollen Umgang lernen. Das Fernsehen und andere Medien können Informations- und Orientierungsquelle sein, aber auch altersgerechtes und anregendes Unterhaltungsprogramm.

Was ist geboten?

Wenn Kinder lernen, Inhalte zu beurteilen und zu reflektieren, Qualitätskriterien zu entwickeln und Botschaften zu hinterfragen, kann das Fernsehen ihrer Entwicklung durchaus förderlich sein. Denn es hat dieser Zielgruppe nach wie vor viel zu bieten: Alltagswissen und Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und sozialen Themen in Kindernachrichten, Dokus und Wissenssendungen; aber auch Identifikationsfiguren und positive Rollenbilder in intelligenten und altersgemäßen Unterhaltungsformaten.

Was ist zu beachten?

Der Austausch über Fernseherlebnisse, aber auch entsprechende Erklärungen und Unterstützung bei der Einordung sind wesentlich, damit das Fernsehen – wie andere Medien auch – positives Potenzial für die kindliche Entwicklung entfalten kann. Wichtig ist, dass das Gesehene mit eigenen Wertmaßstäben und Erfahrungen in Bezug gesetzt wird.

Wieviel darf‘s denn sein?

Zuviel Fernseh- bzw. Medienzeit ist für die kindliche Entwicklung kontraproduktiv. Der Medienkonsum sollte nicht überhandnehmen. Kinder brauchen primär reale Eindrücke und Erlebnisse. Außerdem Zeit mit Freunden und der Familie, in der sie ihre soziale Kompetenz schulen, kommunizieren und den ein oder anderen Konflikt austragen. Unterhaltung und Information mittels Medien sollte im Alltag von Heranwachsenden nicht die Hauptrolle spielen. Deshalb sind klare Absprachen nötig, wann und wie lange geschaut, gespielt oder gesurft werden darf. Im besten Fall vermittelt man Kindern, dass das Leben viel zu reizvoll und abwechslungsreich ist, um sich ausschließlich mit Fernsehen, Internet und Co. zu vergnügen.

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