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Die Rückkehr der Teletubbies

13. April 2017
Die Rückkehr der Teletubbies

Seit dem 10. April 2017 läuft im KiKA die zweite Staffel der Teletubbies. Die BBC-Serie für Fernsehanfänger hat bei der Erstausstrahlung in Deutschland 1999 für Diskussionen gesorgt. Kritiker warfen dem Format vor, Kinder schon im Kleinkindalter an das Fernsehen heranzuführen und darüber hinaus mit der „Babysprache“ der Teletubbies der Sprachentwicklung der jungen Zuseher abträglich zu sein. Seither hat sich viel getan: Studien zu den Teletubbies haben belegt, dass die Sprachentwicklung durch die Sendung nicht beeinträchtigt wird. Zudem gibt es mittlerweile zahlreiche Sendungen für die Jüngsten, etwa „Die Sendung mit dem Elefanten“ (KiKA) oder „Meine Schmusedecke“ (KiKA). Nichtsdestotrotz sollten Kinder nicht zu früh anfangen und nicht zu viel Zeit mit Medien verbringen. Vor dem Alter von zwei Jahren sind Bewegtbildinhalte generell nicht sinnvoll. Kleinkinder sollten mit allen Sinnen ihre Umgebung erkunden und nicht vor dem Bildschirm sitzen.

Auf Fernsehanfänger zugeschnitten

Inhaltlich hat sich bei den Teletubbies so gut wie nichts geändert: Die vier Gesellen haben jetzt einen Play-Button auf ihrem Bauch-Monitor. Die kurzen Filme, die dort zu sehen sind, zeigen nach wie vor Vorschulkinder in ihrem Alltag. Außerdem gibt es jetzt die Tiddlytubbies, um die sich die Teletubbies kümmern. Die überschaubare und einfache Gestaltung der Sendung kommt der Auffassungsgabe von Fernsehanfängern entgegen. Die Geräusche, die knalligen Farben und lebendige Gegenstände wie die Lautsprecher oder Staubsauger Nono fesseln außerdem ihre Aufmerksamkeit. Die drei- und vierjährigen Kinder dürfte die Sendung nicht mehr allzu sehr "fordern". Die Kinder in diesem Alter verstehen schon mehr und brauchen anregende Geschichten rund um ihren Alltag. Sie sind neugierig, haben Fragen und wollen beim Fernsehen mitdenken und mitgehen können.

Vorschulkinder sind schon weiter

Für Kinder im Vorschulalter, also mit vier bis fünf Jahren, wird die Sendung uninteressant. Manche Elemente, wie die Sonne mit Babygesicht, die ständigen Wiederholungen oder die Kleinkindsprache der Teletubbies strapazieren ihre Geduld.

Fazit: Teletubbies kann den Jüngsten einen kindgerechten Einstieg in die Fernsehwelt bieten. Gemeinsames Anschauen einer (Teil-)Folge kann Kindern Spaß machen. Für Kinder mit zwei oder drei Jahren gibt es allerdings viele lohnenswerte Alternativen, die ihre Entwicklung fördern: Bilder- und Malbücher, Vorlesegeschichten, Lieder zum Mitsingen oder das gemeinsame Spiel mit Gleichaltrigen. Entscheidend ist in diesem Alter die liebevolle Zuwendung von Bezugspersonen. Eingekuschelt neben Mama oder Papa auf dem Sofa ist ein schönes Kinderbuch mindestens genauso spannend wie eine Folge „Teletubbies“.

 

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