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Fantastisches zu Ostern

22. April 2011

Rund um die Osterfeiertage stehen im Fernsehen Fantasie und Magie ganz groß auf dem Programm. Wie Kinder mit den teilweise gruseligen und schaurigen Elementen von fantastischen Filmen umgehen, hängt sehr stark vom Alter als auch von ihren bisherigen Fernseherfahrungen ab. Je älter sie werden, desto mehr entwickeln sie die Fähigkeit, sich von allzu spannendem Geschehen zu distanzieren. Doch diese Verarbeitungsmöglichkeiten haben auch ihre Grenzen: Wenn fantastische Geschichten mit drastischen Szenen verknüpft sind, oder Fiktion und Realität nicht mehr auseinander gehalten werden können, besteht das Risiko, dass Kinder überfordert werden und mit Angst und Verunsicherung reagieren.

Trotzdem hat Fantastisches auf dem Bildschirm für Kinder über alle Altersstufen hinweg einen besonderen Reiz, denn die kindliche Vorstellungswelt ist noch wenig begrenzt. Fantasien und Tagträume sind viel stärker präsent als bei Erwachsenen und die Lust, sich in eine fremde, faszinierende Welt entführen zu lassen, ist groß. Diese Welt beinhaltet Orte, wo das Unmögliche möglich ist, wo Wünsche in Erfüllung gehen, oder wo gefährliche Abenteuer auf unerschrockene Helden warten. In solchen Vorstellungswelten spiegeln sich kindliche Bedürfnisse, wie zum Beispiel sich in der Welt der Größeren und Stärkeren zu behaupten, aber auch der Wunsch nach harmonischer Auflösung spannungsreicher Konflikte.
 
Literaturverfilmung an Ostern
Otfried Preußlers Jugendbuchklassiker "Krabat" (Pro7, 25.04., 2015 Uhr) läuft am Ostermontag zur Primetime auf PRO 7. Erzählt wird die Geschichte des 14-jährigen Krabat, der als Zauberschüler bei einem finsteren Müller in die Lehre geht. Jahre der Arbeit und Hexerei, Freundschaft, Liebe und Tod – das Leben hält für Krabat spannende Abenteuer bereit. Bis schließlich der Tag naht, an dem der Junge erwachsen werden muss und seinem Meister im magischen Duell entgegentritt, um die Frau zu retten, in der er seine wahre Liebe gefunden hat.Als klassischer Abenteuerfilm lädt "Krabat" durch eine Fülle von Effekten sowie dank der großartigen Schauspieler zu einer spannenden Reise ins 17. Jahrhundert ein. Aufgrund der düsteren Atmosphäre und stellenweise dramatischen, gruseligen Inszenierung ist "Krabat" erst für Kinder ab etwa elf Jahren geeignete Filmkost.
 
Filmheld Harry Potter
Bei Kindern ist er immer noch die Fantasy-Figur Nummer eins: Harry Potter, der berühmte Zauberschüler. Am Ostermontag steht der vierte Teil der Harry Reihe bei RTL auf dem Programm.In „Harry Potter und der Feuerkelch“ (RTL, 25.04., 16.00 Uhr) steht Harrys viertes Schuljahr ganz im Zeichen des Trimagischen Turniers, das dem Zauberschüler das Äußerste an Köpfchen und Furchtlosigkeit abverlangt. Im Verlauf des Turniers kommt es zum Duell mit seinem Erzfeind Lord Voldemort, das Harry zwar überlebt, einen Mitschüler aber das Leben kostet. Die Handlung wird effektvoll in Szene gesetzt, extreme Spannungsmomente und Schockeffekte inklusive. Mit dieser Art der Inszenierung können Kinder ab etwa zwölf Jahren umgehen, denn sie haben in der Regel genug Fernseherfahrung, um das Gesehene einordnen zu können. Auch wenn viele Kinder die Bücher kennen und deshalb wissen, was auf sie zukommt: das Filmerlebnis kann jüngere Kinder und schreckhafte Naturen überfordern und ängstigen. Bei diesem und ähnlichen Filmen müssen Eltern abwägen: Einerseits stehen bei vielen Mädchen und Jungen Harry Potter und Co. ganz oben auf der Beliebtheitsskala, oft schon bei den Grundschulkindern. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass ihnen die düsteren und unheimlichen Elemente dieser Filme Angst machen können. Solange allerdings der Stoff und die Darstellungsweise Kinder nicht überfordern und die Fantasy Welten die Realität nicht beiseite drängen, kann man Kindern diesen Spielraum für ihre Träume und Fantasien guten Gewissens einräumen.

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