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Hinter den Kulissen: Einschaltquoten als Gradmesser

30. Oktober 2009

Wird eine Sendung vorzeitig abgesetzt, stecken meist schlechte Einschaltquoten dahinter. Hat das Publikum den Programmstart einer neuen Sendung noch neugierig verfolgt, kann es bei späteren Folgen mit der Quote schnell abwärts gehen. Entweder verschwindet die betreffende Sendung dann auf einen späteren Sendeplatz oder eben ganz aus dem Programm. Zuletzt so geschehen bei "Die Promi-Singles – Traumfrau sucht Mann". Warum ist die Einschaltquote so wichtig für die Sender und die Programmgestaltung? Die Formel ist einfach: Hohe Quoten bringen einem Sender hohe Werbeeinnahmen. Denn Unternehmen lassen es sich gerne etwas kosten, wenn ihr Produkt im Umfeld einer erfolgreichen Sendung beworben wird, und – wenn es gut läuft – Millionen Menschen zuschauen. Schalten bei einem neuen Format besonders viele Zuschauer ein, dann ziehen andere Sender nach und Sendungen mit dem gleichen Prinzip sprießen nur so aus dem Boden: Castingspektakel wie DSDS und Popstars, Kuppelshows à la "Bauer sucht Frau", Kochshows oder die Erziehungssendungen wie "Die Super Nanny" und Co.

Aber wie kommen diese Zahlen überhaupt zustande? Erfasst wird die Quote von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Sie wertet täglich aus, was bei 5.640 ausgewählten Haushalten über den Bildschirm flimmert. Diese sind so zusammengesetzt, dass sie den Durchschnitt der deutschen Bevölkerung repräsentieren. An die Fernsehapparate der Familien ist ein Kästchen angeschlossen. Jeder, der im Haushalt wohnt, hat dort einen eigenen Knopf – und der wird immer gedrückt, wenn der Fernseher ein-, um- oder ausgeschaltet wird. Ob allerdings wirklich ferngesehen wird oder ob nebenher gebügelt, gespielt oder erzählt wird, kann auf diese Weise natürlich nicht erfasst werden. Glücklicherweise macht das Publikum den Fernsehmachern manchmal einen Strich durch die Rechnung, denn manche Sendung verschwindet zu Recht in der Versenkung. Für besonders außergewöhnliche, interessante Formate ist der Quotendruck allerdings oft ein unüberwindbares Hindernis, was wiederum schade ist.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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