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Kinder und Humor

18. August 2016
Kinder und Humor

"Die Arielle mag ich ganz gern, weil die immer was anstellt. Manchmal muss ich da lachen." Kindern kann es im Fernsehen nicht lustig genug zugehen, egal ob in Zeichentrickserien, Sitcoms oder Comedyshows. Die Funktion von Humor ist generell nicht zu überschätzen, denn Lustiges bringt Entspannung und entschärft so manch schwierige Situation. 

Dabei ist es nicht nur vom Geschmack, sondern auch vom Alter abhängig, worüber gelacht wird. Wie Kinder Humor verstehen, hängt mit ihrer geistigen Entwicklung zusammen und den Themen, mit denen sie sich gerade beschäftigen. Das erklärt auch, warum Kinder über Dinge lachen, die Erwachsene als kindisch abtun.

Vorschulkinder: Frech kommt an

"Weil der Elefant, der ist immer so blau und der macht so lustige Sachen", beschreibt eine Sechsjährige, was ihr an der "Sendung mit der Maus" gefällt. Die Kleinen achten vor allem auf Figuren, auf ihre Eigenschaften und ihr Tun. Sehen die Figuren nicht 'normal' aus oder machen komische Sachen, ist der Spaß besonders groß. Da die Kinder wissen, wie es ist, klein zu sein, haben sie diebische Freude daran, wenn sich die kleinen Helden frech durchsetzen.

Grundschulkinder: Wortwitz und Slapstick

Situationskomik und witzige Wortgeplänkel kommen bei Kindern ab dem Grundschulalter an, vor allem wenn für sie interessante Themen wie Freundschaft, Konkurrenz und Zusammenleben auf witzige Weise umgesetzt werden. Spaß haben sie auch, wenn ihre Helden die Erwachsenen zur Verzweiflung treiben und Chaos anrichten.

Ältere Kinder: Schräge Helden und hintergründiger Humor

Witzig und rasant sollte es auch für die Ältesten zugehen, aber ihre Ansprüche wachsen: Geschichten mit hintergründigem Humor und Anspielungen, spritzige Dialoge mit ironischem Unterton treffen bei ihnen ins Schwarze. Über Antihelden und schräge Typen, die Grenzen überschreiten, können sie besonders lachen, schließlich wollen sie sich langsam abgrenzen und anders sein.

"Das war doch ironisch gemeint ..."

Kinder im Vorschulalter können Ironie noch nicht einordnen, sie nehmen eine Aussage wörtlich: Was gesagt wird, ist auch so gemeint. Ab Anfang bis Mitte des Grundschulalters beginnen die Kinder zu verstehen, dass das Gesagte auch eine unterschwellige Bedeutung haben kann. Je älter die Kinder werden, desto eher und sicherer gelingt ihnen die Unterscheidung.

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