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Krieg und Terror im Fernsehen

22. August 2014
Krieg und Terror im Fernsehen

In den Nachrichten geht es häufig um Katastrophen, Kriege oder ähnlich schreckliche Ereignisse. Die derzeitige Nachrichtenlage ist bedrückend: Krieg in der Ukraine und in Palästina, der Vormarsch der Isis-Terroristen im Irak und in Syrien, der Ausbruch des Ebola-Virus usw. Präsentiert werden die Berichte oftmals mit blutigen Bildern und Videos, die den Kindern Angst einflößen und sie erschrecken. Denn wenn Kinder fernsehen, dann stellen sie bei dem Gesehenen immer einen Bezug zu ihrem eigenen Leben her und versetzen sich in die Lage der betroffenen Menschen. Sie fragen sich, ob das auch ihnen geschehen kann. Hinzu kommt, dass drastische Bilder von Kriegs- oder Katastrophenopfern sie schlicht überfordern. Die eigentliche Information wird von solchen Schockbildern überlagert. In vielen Fällen ist es kaum möglich, Kinder vor Gräueltaten, Katastrophen oder Kriegen abzuschotten. Die Bilder und Berichte aus der Ukraine oder dem nahen Osten sind allgegenwärtig und Kinder werden zwangsläufig damit konfrontiert. Eltern können ihren Kindern helfen, das Gesehene und Gehörte richtig zu verarbeiten, indem sie:

  • Kindernachrichtensendungen wie "logo!" oder "neuneinhalb" mit den Kindern gemeinsam anschauen und gesprächsbereit sind, auf Fragen der Kinder eingehen.
  • zusätzliche Informationen anbieten oder besprechen, wie man mehr über das Thema erfahren kann, z.B. mit kindgerechten Zeitschriften, Büchern oder im Internet.
  • auch eingestehen, wenn sie etwas nicht wissen, statt Fragen abzublocken mit Sätzen wie: "Das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein." Solche Sätze nehmen Kindern den Drang, die Wirklichkeit zu begreifen und lassen sie mit ihren Fragen und Nöten allein.
  • die Ängste der Kinder ernst nehmen und ihnen Verarbeitungsmöglichkeiten anbieten. In jedem Fall ist es hilfreich, die Kinder zu animieren, das Gesehene aktiv zu bearbeiten. Kleinen Kindern hilft es, Situationen im Wortsinne durchzuspielen oder ein Bild dazu zu malen. Älteren Kindern kann man eher mit Gesprächen und konkreten Informationen helfen. Mit ihren Fragen, Texten und Bildern zu Nachrichtenereignissen können sich die Mädchen und Jungen z.B. auch an logo! wenden.
  • schwierige oder beängstigende aktuelle Themen (ob nun im Fernsehen gesehen oder nicht) im Familiengespräch nicht aussparen; so haben die Kinder die Chance, sich damit zu beschäftigen, bevor übertriebene Ängste aufkommen und sie erfahren, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine dastehen.

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