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Medienzeiten festlegen

06. Oktober 2017
Medienzeiten festlegen

Gerade im Alltag von Schulkindern ist die Zeit immer knapp: Von der Schule zum Ballett oder Fußball-Training, dazwischen Hausaufgaben, Freunde treffen, spielen und Aktivitäten mit der Familie. Für viele Kinder stehen auch Medien täglich auf dem Programm. Klar haben diese aus Kindersicht viel zu bieten: Spaß und Spannung, neueste Informationen, Austausch mit Freunden und vieles mehr. Stellt sich die Frage, wie man mit der Medienbegeisterung der Mädchen und Jungen am besten umgeht.

Regeln anpassen

Kinder im Vorschulalter sollten nicht länger als 30 Minuten vor dem Bildschirm sitzen. Für ältere Kinder ist es schwierig eine genaue »Tagesration« festzulegen. Wichtig ist, dass der Medienkonsum nicht zu viel Raum einnimmt. Je nach Alter kann man eine wöchentliche Höchstgrenze festlegen. Innerhalb dieser Vorgaben verfügen Kinder dann selbst über ihr Zeitkontingent. Um nicht den Überblick zu verlieren, helfen gebastelte Zeitgutscheine oder ein »Medienstundenplan«.

Alternativen bieten

Wenn tägliches Fernsehen oder Zocken zur Routine werden, sollte man auch mit attraktiveren Freizeitalternativen gegensteuern. Konkrete Vorschläge bringen Kinder auf andere Ideen und regen zur Abwechslung an. Ein komplettes Medienverbot sollte man nur im Notfall in Erwägung ziehen, denn für viele Kinder hat gerade das Verbotene einen großen Reiz. Grenzen setzen Helfen alle gut gemeinten Ratschläge nicht weiter, müssen Eltern Grenzen setzen. Wichtig ist es aber auch, nach den Ursachen zu forschen: Oftmals verbergen sich hinter der Flucht in Medienwelten Probleme in der Realität. Überforderung in der Schule, Konflikte im Freundeskreis oder Liebeskummer sind mögliche Ursachen. Wichtig ist es, den Kindern klarzumachen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine dastehen. Wenn nichts mehr geht, ist vielleicht Hilfe von außen nötig. Oft sind Gespräche mit anderen Eltern der erste Schritt, das Medienverhalten der eigenen Kinder einzuordnen. Elternabende in Kindergarten oder Schule bieten die Möglichkeit, sich auszutauschen. Kommt man trotz allem nicht weiter, sind regionale Erziehungsberatungseinrichtungen (Infos unter: www.bke-elternberatung.de) eine gute Anlaufstelle.

Fernseher oder PC im Kinderzimmer?

  • Aus Studien ist bekannt, dass Kinder, die über eigene Bildschirmmedien in ihrem Zimmer verfügen, im Durchschnitt länger davor sitzen.
  • Die Kontrolle der Inhalte ist schwieriger.
  • Die Kommunikation innerhalb der Familie leidet, wenn der Medienkonsum überhand nimmt, vor allem, wenn jedes Familienmitglied an eigenen Geräten sitzt.

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