Flimmo.tv
Suchen in:
Aktuelles TV-Programm Sendungsarchiv

Mobil & vernetzt - Wie ältere Kinder Medien nutzen

27. Januar 2017

Je älter Kinder werden, desto kniffliger wird es mit der Medienerziehung. Die über Zehnjährigen pochen auf ihre Selbstständigkeit und sind meist wenig begeistert von Vorschlägen und Regeln der Eltern. Trotzdem brauchen sie in der Phase zwischen Kindheit und Jugend elterliche Begleitung, auch und gerade wenn es um Film und Fernsehen, Smartphone und digitale Spiele geht.

Abgrenzung & Geschmacksurteile

Für Mädchen und Jungen auf dem Weg zum Erwachsenenwerden ist es wichtig, eigene Vorstellungen und Qualitätskriterien zu entwickeln. Sie wollen sich vom Geschmack der Erwachsenen abgrenzen und ihr eigenes "Ding" machen. Medien spielen dabei eine wichtige Rolle. Seien es provokante Cartoons wie "South Park" oder Prank-Videos auf YouTube. Trotz aller Abwehrhaltung: Auch bei älteren Kinder sollten Eltern mitreden können. Nur so können fragwürdige Medienvorlieben erkannt und im Notfall Grenzen gesetzt werden.

Bewährungsproben & Fantasiewelten

Entwicklungsthemen spielen bei den Medienvorlieben eine Rolle. Bei Teenagern und solchen, die es werden (wollen), sind das zum Beispiel der Wunsch nach Autonomie und die Suche nach der eigenen Identität. Solche Themen finden die Mädchen und Jungen zum Beispiel in Filmen wie "Die Bestimmung" oder in der "Twighlight"-Saga. Auch die gefährlichen Bewährungsproben jugendlicher Helden in Fantasyfilmen wie "Harry Potter" oder "Der Hobbit" sprechen diese Altersgruppe an.

Eigene Geräte bergen Chancen & Gefahren

Für viele eröffnet das eigene Smartphone ganz neue Möglichkeiten: Die Lieblingsserie online anschauen, mit Freunden kommunizieren und vieles mehr. Clips werden auf Videoportalen und in Sozialen Netzwerken angeschaut, geteilt, geliked und kommentiert. Der Schritt in die vernetzte (Medien-)Welt kann einige Probleme nach sich ziehen: Cybermobbing, Kostenfallen oder Datenmissbrauch sind Risiken, die Eltern ernst nehmen müssen. Deshalb ist es wichtig, genau abzuwägen, ab wann das eigene Smartphone eine Option ist. Regeln für die Nutzung könnten sein, ob das Smartphone Internetzugang haben soll, zu welchen Anlässen es ausgeschaltet wird oder wie man mit persönlichen Daten umgeht. Das Wichtigste aber ist, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern ermöglichen sollte, alle Konflikte und Probleme zu besprechen – egal ob sie online oder offline entstehen. Unter www.klicksafe.de gibt es Infos und Hilfe zum Thema Internetsicherheit für Kinder.

Was sind "Prank"-Videos?

"Prank"-Videos (engl. für "Streich") bezeichnet Mitschnitte, in denen Menschen vor laufender Kamera reingelegt werden. Oft sind schmerzhafte Missgeschicke und Peinlichkeiten Teil der fragwürdigen und zum Teil geschmacklosen Streiche. Neben Schminktipp-Videos und "Let’s Plays" (Gamer zeigen ihre Lieblingsspiele) gehören Prank-Videos zu den beliebtesten Angeboten auf YouTube.

Google + FLIMMO App
 

Copyright © Programmberatung für Eltern e.V. 1997 - 2017

Zum Seitenanfang