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Na dann, gute Nacht: Das Sandmännchen ist da

19. Januar 2001

Bärtchen, Knopfaugen, eine lustige Mütze auf dem Kopf und einen Sack auf dem Buckel, so kennt man das Sandmännchen. Schon über 40 Jahre tummelt sich der kleine Kerl im Fernsehen, um Abend für Abend den Nachwuchs ins Bett zu treiben, der noch putzmunter ist und vom Schlafengehen nichts wissen will. Jahrzehntelang gab es gar zwei Sandmännchen: Sandmännchen Ost läutete als erster die Schlafenszeit via Bildschirm ein, und zwar am 22.11.1959. Eine Woche später tat es ihm sein Kollege aus dem Westen gleich. Er kam allerdings nur in wenigen Regionen zu den Kindern. Den Sandmann als solchen gibt es aber schon viel länger, genauer gesagt, schon über 150 Jahre. Der berühmte Märchenerzähler Hans Christian Andersen schuf dieses freundliche Wesen, das abends die Kinder besucht und ihnen allerfeinsten Sand in die Augen bläst. Davon wurden sie müde und ließen sich ohne Protest von den Eltern ins Bett bringen. Mit seiner Märchenfigur hat Andersen einer tatsächlich existenten, aber wenig angesehenen Berufsgruppe der damaligen Zeit zu einem besseren Ansehen verholfen: den Sandmännern. Das waren kleinwüchsige Arbeiter, die schwere Säcke mit Mineralsand schleppen mussten und bei dieser Schwerstarbeit wenig zu lachen hatten und meist auch noch einen Buckel bekamen. Sie waren Außenseiter, den Erwachsenen ein Dorn im Auge und für die Kinder furchterregende Gestalten. Andersens "Sandmännchen" aber war nicht mürrisch und missgebildet, sondern kam als Sonnenschein und Kinderfreund daher. Zwar ist es auf seine alten Tage ein wenig altklug geworden, doch ein Kinderfreund ist es bis heute geblieben. Und nach wie vor gilt sein Erscheinen auf dem Bildschirm als krönender Tagesabschluss für das jüngste Kinderpublikum. Vorausgesetzt, es kann den KI.KA empfangen oder wohnt dort, wo das Sandmännchen auf Sendung geht.

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