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Schreck lass nach! - Wenn Fernsehen Angst macht

11. Mai 2016

Nicht alles, was im Fernsehen, auf dem Tablet oder anderswo zu sehen ist, ist für alle Altersstufen geeignet. Vor allem kleine Kinder reagieren sehr emotional und können sich von spannendem Geschehen kaum distanzieren. Deshalb sollten Eltern sehr genau beobachten, ob es Kindern beim Zusehen zu viel wird: Hände vors Gesicht schlagen, laute Ausrufe des Erschreckens oder gar weinen sind Zeichen von Überforderung. Bei den Jüngsten reicht oft schon ein lautes Geräusch, unheimliche Musik oder eine bedrohlich wirkende Comicfigur. Besonders sensibel reagieren die Mädchen und Jungen, wenn Kindheitsängste berührt werden, wie zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen.

Gewalt kann überfordern

Egal, ob Sendungen im Kinderprogramm, Filme auf YouTube oder das Abendprogramm: Manches, was Kinder sehen, enthält mehr oder weniger drastische Gewalt. Während Slapstick à la Tom und Jerry aber schon die Jüngsten als übertriebenen Spaß erkennen, können ihnen Gewaltszenen in Actionfilmen oder Krimis zu viel werden. Selbst ältere Kinder und manche Jugendliche sind überfordert, wenn:

  • drastische Folgen der Gewalt und das Leiden der Opfer zu sehen sind. Vor allem, wenn Gleichaltrige betroffen sind, leiden Kinder mit und können sich kaum distanzieren.
  • Gruseliges und Unheimliches mit blutigen Bildern dargestellt wird. Die Mädchen und Jungen können solche Geschehnisse nicht immer eindeutig als Fantasie erkennen. Erst wenn die Kinder älter werden und mehr über den Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit lernen, können sie auch solche Szenen einordnen.
  • Gewalt in den Nachrichten zu sehen ist. Kinder erkennen schon recht früh, dass die Bilder von Kriegen, Anschlägen und anderen Gewalttaten echt sind. Die drastischen Bilder von Kriegsoder Katastrophenopfern gehen ihnen sehr nahe, die eigentliche Information wird von solchen Schockbildern überlagert.

 

Was brauchen Kinder

Wenn möglich sollten Kinder gar nicht erst mit Gewaltdarstellungen in Berührung kommen. Falls sie im Fernsehen oder anderswo Gewaltszenen gesehen haben, die ihnen nachgehen, benötigen Kinder Unterstützung und sensible Ansprechpartner. Jüngere brauchen Trost, bei Älteren können Erklärungen zu Filmtricks oder Inszenierungsformen helfen. Auch das aktive Verarbeiten, etwa das Nachspielen oder Malen einer beängstigenden Szene können hilfreich sein.

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