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Schreckliche Nachrichten: Anschlag in Barcelona

01. September 2017

Seit gestern am späten Nachmittag auf Barcelonas Flaniermeile ein Lieferwagen in die Menschenmenge raste und für Tote und Verletzte sorgte, beherrscht das Thema die Schlagzeilen. Auch an Kindern ziehen Ereignisse wie diese nicht vorbei. Durch konstante Berichterstattung im Fernsehen, Zeitungsschlagzeilen oder durch Gespräche der Erwachsenen: Es ist unmöglich, Nachrichten wie diese von den Mädchen und Jungen fernzuhalten, zumal auch deutsche Urlauber unter den Verletzten sind. Die Folge können Angst und Verunsicherung sein. Terroranschläge oder -warnungen in Europa nehmen zu und so steigt die Sorge auch bei Kindern, dass sie selbst, ihre Angehörigen und Frende Opfer werden könnten. Außerdem stellt sich gerade in der Urlaubszeit die Frage, ob am Urlaubsort Anschläge drohen. Eltern stehen deshalb vor einer schwierigen Herausforderung: Wie sollen sie mit ihren Kindern über solche Geschehnisse sprechen? Welcher Umgang mit der Medienberichterstattung ist angebracht?

Was jetzt wichtig ist!

Kinder brauchen die Möglichkeit, mit ihren Eindrücken, Fragen und Ängsten umzugehen. So können Sie die Verarbeitung unterstützen:

  • Kinder ernstnehmen: Themen wie diese, auch wenn sie schwierig und beängstigend sind, im Familiengespräch nicht aussparen! So haben die Kinder die Chance, sich damit zu beschäftigen, bevor übertriebene Ängste aufkommen. Entlastend ist für Kinder (und Erwachsene) die Erfahrung, mit Fragen und Sorgen nicht alleine dazustehen. Gespräche helfen dabei, Dinge zu begreifen und besser einzuordnen. Ebenso wichtig ist es, Kinder zu trösten und ihnen Sicherheit und Zuwendung zu geben.
  • Aktiv verarbeiten: Hilfreich ist es für Kinder, ihnen – je nach Alter – unterschiedliche Wege zum Verarbeiten anzubieten. Jüngere drücken sich am besten spielerisch aus oder malen Bilder. Für Ältere sind Gespräche und konkrete Informationen hilfreich, aber auch die eigenen Gefühle in Texten oder Bildern auszudrücken und zu veröffentlichen.
  • Bei sich bleiben: Auch Erwachsene müssen und können nicht immer alle Fragen beantworten. Besser ist es, die eigene Unwissenheit oder Traurigkeit einzugestehen und das Thema nicht unter den Teppich zu kehren. So können Kinder auch das Verhalten und die Reaktionen von Erwachsenen bei solchen Geschehnissen besser einordnen. Entlastung bringt auch, wenn Kinder und Eltern gemeinsam auf Informationssuche gehen.
  • Kindgerechte Nachrichten nutzen: Sind Kinder zugegen, sollten Erwachsenen-Nachrichten tabu sein. Stattdessen auf Angebote für Kinder ausweichen: Zum Beispiel bietet „logo!“ im Fernsehen und im Internet kindgerechte Informationen – ohne auf verstörende oder voyeuristische Bilder zu setzen.
  • Sachliche Informationen suchen: Bei älteren Kindern unbedingt auf den Umgang mit Informationen aus dem Internet achten. Über WhatsApp, Twitter und Facebook werden Gerüchte und Fake News verbreitet, die ungefiltert auf die Mädchen und Jungen einstürmen. Klarmachen sollte man Kindern: Die ständigen Onlinemeldungen verstärken das Gefühl, mittendrin zu sein – die eigene Verunsicherung steigert sich dadurch.

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