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Schulanfang - Fernsehkonflikte vorprogrammiert?

28. August 2013
Schulanfang - Fernsehkonflikte vorprogrammiert?

Mit Beginn des neuen Schuljahres startet für viele Kinder der vielbeschworene „Ernst des Lebens“. Neue Anforderungen, eine neue Umgebung, neue soziale Kontakte warten auf die Mädchen und Jungen. Kein Wunder, dass bei den ABC-Schützen nicht nur Vorfreude auf all das Neue herrscht, sondern dass es manchen ob der anstehenden Aufgaben etwas mulmig wird. Gerade dann, wenn es in der Schule Probleme gibt, wenn schlechte Noten, strenge Lehrer oder „gemeine“ Klassenkameraden den Mädchen und Jungen zu schaffen machen, ist für manche die Flucht in Medienwelten verlockend. Um sich von den realen Sorgen abzulenken, kann die Fernsehserie oder das Computerspiel zum „Lebensinhalt“ werden. Außerdem geraten mit neuen Schulfreundschaften auch Fernsehsendungen oder -figuren in den Blick, die bisher vielleicht tabu waren. Hier ist es an den Eltern, den Medienkonsum genau zu beobachten. Wenn sich Gespräche und Erzählungen nur noch um Medienfiguren drehen, vor allem wenn das Fernsehen andere Aktivitäten in den Hintergrund drängt, ist es Zeit, aktiv zu werden: Zum einen sollten die Eltern nachforschen, ob Probleme in der Schule der Grund für das Abtauchen in die Medienwelt sein könnten. Zum anderen, indem den Vielsehern mit eindeutigen Regeln klare Grenzen gesetzt werden. Und zum dritten, indem man den Kindern attraktive Alternativen bietet, wie z. B. einen gemeinsamen Spieleabend.

Hier noch einige Tipps, damit Fernsehen und Schulalltag sich nicht im Wege stehen:

  • Wer das Fernsehen als Strafe oder Belohnung, z. B. für gute Schulnoten, einsetzt, riskiert, dass die Kinder das Fernsehen wichtiger nehmen, als es ist.
  • Fernsehen vor der Schule sollte vermieden werden. Nicht nur, weil die Zeit zwischen Aufstehen, Anziehen und Frühstücken ohnehin knapp ist. Vielmehr noch, weil das Fernsehen mit seinen Geschichten alle Sinne fordert und starke Eindrücke hinterlässt. Die wollen bearbeitet werden, spielerisch oder in einem Gespräch unter Freunden, und dafür ist in der Schule kaum Gelegenheit. Der Unterricht erfordert Stillsitzen und Aufmerksamkeit und das verträgt sich nicht mit den frischen Fernseherlebnissen.
  • Manche Sendungen können die Kinder auch neugierig machen und Wissen vermitteln, das durchaus im Schulalltag von Nutzen sein kann. Kindernachrichtensendungen sind ein gutes Beispiel, ebenso Wissensmagazine wie z. B. „Willi will‘s wissen“, „pur+“ oder „Wow – die Entdeckerzone“.

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