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Schulanfang und Medienkonsum - Tipps für den Alltag

28. August 2014

Manche haben ihn schon hinter sich, anderen steht er noch bevor: der Start in ein neues Schuljahr. Für viele Kinder geht „der Ernst des Lebens“ los – in Form eines neuen sozialen Umfelds, eines veränderten Tagesablaufs und neuer Aufgaben und Anforderungen. Mit der Schule verändert sich auch die Rolle der Medien: Einerseits werden sie von Kindern vor allem bei Schulproblemen wie schlechten Noten oder Konflikten mit Lehrern und Mitschülern gerne genutzt. Andererseits wechselt durch den Austausch mit den Schulfreunden auch der Blick auf Medieninhalte – Sendungen und Charaktere, die bisher in der kindlichen Lebenswelt keine Rolle spielten, sind, oft zum Leidwesen der Eltern, plötzlich „cool“ und angesagt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Eltern den Medienkonsum ihres Kindes nicht komplett aus den Augen verlieren. Folgende Tipps können helfen, Schulalltag und Mediengenuss erfolgreich in Einklang zu bringen:

Eindeutige Regeln, klare Grenzen

Vor allem mit Kindern, die viel fernsehen, sollten eindeutige Regeln und klare Grenzen vereinbart werden. Statt den Medienkonsum mit starren Zeitbegrenzungen pro Tag zu regulieren, kann man Kindern „Zeitgutscheine“ anbieten: Ein wöchentliches Zeitkontingent können sich die Mädchen und Jungen in gewissen Grenzen frei einteilen. Der Vorteil dieser Methode: Kinder lernen, ihre Zeit selbst einzuteilen, und machen sich Gedanken über die Dauer und Qualität ihres Medienkonsums.

Kein Fernsehen vor der Schule

Fernsehen oder Videospiele vor der Schule sollten tabu bleiben. Zum einen, weil die Zeit zwischen Aufstehen, Frühstücken und dem Gang zur Schule begrenzt ist. Zum anderen, weil der Medienkonsum die Sinne stark beeinflusst und nach einer Aufarbeitung verlangt, egal ob spielerisch oder zusammen mit Freunden. In der Schule ist dies nicht möglich – stattdessen ziehen die frischen Fernseherlebnisse Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit stark in Mitleidenschaft.

Medien nicht als Druckmittel einsetzen

Es ist nicht ratsam, Fernsehen, Computerspiele oder das Internet als Belohnung oder Strafe einzusetzen. Dadurch gewinnt der Medienkonsum zu sehr an Bedeutung und wird für Kinder noch wichtiger und reizvoller. Wenn, dann macht ein Verbot für Kinder am ehesten in Zusammenhang mit dem Medienverhalten Sinn. Bei schlechten Noten zum Beispiel empfiehlt sich viel mehr die gemeinsame Suche nach deren Ursachen und nach einer angemessenen Lösung.

Gründe für übermäßigen Konsum erörtern

Grundsätzlich ist es nicht problematisch, wenn Kinder nicht genug von Fernsehen und Computerspielen bekommen. Schließlich bietet das Programm auch für sie eine willkommene Gelegenheit, hin und wieder mal abzuschalten und ihrem Bedürfnis nach Spaß und Entspannung nachzukommen. Doch wenn Sendungen und Medienfiguren den kindlichen Alltag dominieren und schulische und andere private Aktivitäten darunter stark leiden, sollten Eltern auf ihr Kind zugehen und zusammen die Gründe für den Dauerkonsum erörtern. Oftmals sind nämlich Probleme in der Schule wie gemeine Lehrer, Konflikte mit Mitschülern oder sogar Mobbing und Ausgrenzung für das Abdriften in die Medienwelt verantwortlich. Dabei helfen manchmal schon kleine Anstöße, damit Kinder für ihre Probleme selbständig eine passende Lösung finden.

Lehrreiche Inhalte bewusst auswählen

Nicht alle Medienprodukte bieten nur reine Unterhaltung – viele Fernsehsendungen, Computerspiele oder Webseiten vermitteln nebenbei auch auf spannende Weise lehrreiche und wissenswerte Inhalte. Dazu zählen Fernsehmagazine wie „pur+“, „kurz+klick“ (beide KIKA) oder „Willi will’s wissen“ (ARD), aber auch Angebote im Internet, wie die Kindernachrichten auf logo.de. Oft ist das Vermittelte auch im Schulalltag nützlich – Eltern können ihren Kindern in diesem Falle also guten Gewissens zwischen den Hausaufgaben mal eine kleine Pause gönnen – und gegebenfalls auch gezielt auf die Angebote aufmerksam machen.

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