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Passgenau und unverwechselbar: Die Synchronstimme

08. Juni 2015

Bart Simpson hat eine, Emma Watson ebenfalls und Leonardo di Caprio auch. Sie alle haben ihre unverwechselbare Stimme. Die aber klingt hierzulande anders als in den USA, in Frankreich oder in Indien.

Wird ein Film oder eine Fernsehsendung etwa aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt, treten sie in Erscheinung: die Synchronsprecherinnen und Synchronsprecher. Sie leihen den Figuren ihre Stimmen. Kein einfacher Job. Denn Synchronsprechen heißt zunächst, genau dem Sprechrhythmus der Filmfigur zu folgen. Jede Szene wird dazu im Detail analysiert und gewissermaßen verinnerlicht: Wann spricht die Figur? Wie schnell spricht sie? Wird sie langsamer oder schneller? Wann holt sie Luft? usw. So kann es seine Zeit dauern, bis sich die Synchronstimme exakt allen Lippenbewegungen der Heldin oder des Helden angleicht. Manchmal muss dazu auch am Wortlaut gefeilt werden, damit zum Beispiel die Satzlänge in der Synchronfassung mit der des Originaltextes übereinstimmt. Doch mit dem passgenauen Sprechen allein ist es noch nicht getan.

Schauspielerisches Können ist gefragt

Der Ton macht bekanntlich die Musik, und darum kommt es auch beim Synchronisieren ganz wesentlich auf den Stimmklang an. Er muss zur Mimik und Gestik der Figur passen, zu ihrer Persönlichkeit, ihren Gefühlen und zu ihrem Handeln in der Filmszene. Jede Stimmung also, die Emma Watson in ihrem Spiel in einer Harry-Potter-Szene ausdrückt, muss sich in ihrer Synchronstimme wiederfinden. Spricht sie betont, spricht sie laut oder leise? Stellt sie eine temperamentvolle oder eher ruhige Person dar? Ist sie gerade zornig, fröhlich oder zögerlich? Kurz: Die "verliehene" Stimme soll die Rolle tragen und herausstreichen, nicht aber neu erfinden.

Schauspielerisches Talent kommt Synchronsprecherinnen und -sprechern da zugute; oft sind sie sogar aus dem Schauspielgeschäft, betreiben Synchronisieren als interessanten Nebenjob. Andere wiederum haben eine so markante Stimme, dass diese, wo auch immer sie erklingt, automatisch "ihre" Filmfigur vor das geistige Auge des Zuhörers treten lässt. „Zwanzig Prozent auf alles – außer auf Tiernahrung!" Wer dachte bei diesem Radiowerbespot nicht gleich an Bruce Willis und den heldenhaften Draufgänger, wie er ihn in vielen Filmen verkörpert?!

Die Stimme spielt mit

So wird die Synchronstimme einer Trickfigur, eines Schauspielers oder einer Schauspielerin zu einem ganz persönlichem Merkmal, das viel dazu beiträgt, wie das Publikum die dargestellten Charaktere auf der Leinwand oder am Bildschirm erlebt. Wenn dann eine ganz andere Filmperson mit der gleichen Synchronstimme spricht, kann das schon mal Verwirrung stiften. So wie es auch gewöhnungsbedürft ist, wenn die vertraute Stimme der Heldin oder des Helden plötzlich völlig anders klingt, weil sie zum Beispiel ersetzt werden musste. Man stelle sich das für die deutsche Stimme von Bart Simpson vor. Die übrigens einer Frau gehört.

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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