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Taifun "Haiyan" sorgt für Verwüstung - Kinder brauchen Unterstützung bei der Verarbeitung

19. November 2013
Taifun "Haiyan" sorgt für Verwüstung - Kinder brauchen Unterstützung bei der Verarbeitung

Der Taifun "Haiyan" hat auf den Philippinen schwerste Verwüstungen hinterlassen. Die Katastrophe beherrschen derzeit die Berichterstattung in den Medien. Täglich erreichen uns grausige Nachrichten und Bilder von den Verwüstungen und den Folgen.

Die schrecklichen Bilder sind für Kinder schwer zu verkraften. Die eigentliche Information wird von solchen Schockbildern überlagert. Ganz zu schweigen davon, dass die drastische Darstellung von Leid und Elend bei ihnen Angst und Verunsicherung auslösen kann. Kinder nehmen schon relativ früh wahr, dass das Leid der Opfer „echt“ sind. Sie verstehen, dass im Gegensatz zu fiktionalen Darstellungen Menschen aus Fleisch und Blut betroffen sind. Und weil sie das Gesehene auf sich beziehen und sich fragen, ob ihnen Ähnliches zustoßen kann, ist die Distanzierung von schrecklichen Bildern und Geschehnissen kaum möglich. Das alles kann Kinder verunsichern und bei ihnen Ängste schüren, sie selbst oder jemand, den sie kennen, könnte von einem solchen Unglück betroffen sein.

Um den Kindern zur Seite zu stehen, ist es wichtig, ihnen Möglichkeiten zu bieten, über ihre Eindrücke und Ängste zu reden, sie zu trösten und ihnen Sicherheit und Zuwendung zu geben. Aber auch der Erklärungsbedarf ist hoch und oft überfordert er Erwachsene. Wichtig ist, die Mädchen und Jungen nicht alleine zu lassen. Um sie bei der Verarbeitung solcher Katastrophenbilder zu unterstützen, hier einige Tipps:

  • kindgerechte Nachrichtensendungen wie zum Beispiel "logo!" oder "neuneinhalb" mit den Kindern gemeinsam anschauen und sich gesprächsbereit und offen zeigen, um auf Fragen und Ängste der Kinder einzugehen.
  • im Zweifelsfall Unwissenheit eingestehen, statt Fragen abzublocken. Sätzen wie: „Das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein" nehmen Kindern den Drang, die Wirklichkeit zu begreifen und lassen sie mit ihren Fragen und Nöten allein.
  • die Ängste der Kinder ernst nehmen und ihnen Verarbeitungsmöglichkeiten anbieten. In jedem Fall ist es hilfreich, die Kinder zu animieren, das Gesehene aktiv zu bearbeiten. Kleinen Kindern hilft es, Situationen im Wortsinne durchzuspielen oder ein Bild dazu zu malen. Älteren Kindern kann man eher mit Gesprächen und konkreten Informationen helfen.
  • schwierige oder beängstigende aktuelle Themen (ob nun im Fernsehen gesehen oder nicht) im Familiengespräch nicht aussparen. So haben Kinder die Chance, sich damit zu beschäftigen, bevor übertriebene Ängste aufkommen und sie erfahren, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine dastehen.

 

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