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Terror in Paris: Kinder nicht alleine lassen

15. November 2015
Terror in Paris: Kinder nicht alleine lassen

Die Terroranschläge von Paris sind derzeit das beherrschende Thema. Auch Kindern sind diese schrecklichen Ereignisse nicht entgangen, zumal sich die Anschläge während der Fußballübertragung eines Länderspiels ereignet haben. Viele Zuschauer waren live vor dem Fernseher dabei, als die Detonationen während des Spiels zu hören waren. Egal ob durch die Berichterstattung im Fernsehen, durch Gespräche der Erwachsenen oder durch Mitschüler: es ist unmöglich, Nachrichten wie diese von den Mädchen und Jungen fernzuhalten. Vor allem für ältere Kinder, die anfangen, sich für Hintergründe zu interessieren, wirft dieses Ereignis Fragen auf. Zum Beispiel, ob solche Terrorakte auch in Deutschland zu erwarten sind. Die Gefahr, dass sie selbst oder ihre Angehörigen und Freunde Opfer von Anschlägen werden, kann ihnen große Angst machen. Um Verunsicherung und Ängste aufzufangen, sind vor allem die Eltern und andere Bezugspersonen gefordert. Wichtig ist es, Kindern die Möglichkeiten zu bieten, über ihre Eindrücke und Ängste zu reden, sie zu trösten und ihnen Sicherheit und Zuwendung zu geben. Aber auch der Erklärungsbedarf ist hoch.

Um sich gemeinsam mit Kindern über das aktuelles Geschehen zu informieren, sind Sendungen wie etwa die Kindernachrichten "logo!" (KI.KA/ZDF) hilfreich. Auch im Internet stellt sich „logo“ den Fragen von Heranwachsenden und beantwortet sie verständlich und altersangemessen unter www.tivi.de. Altersgerechte Informationsquellen gibt es einige im Internet, unter anderem:

Außerdem sollten Eltern:

  • zusätzliche Informationen anbieten oder besprechen, wie man mehr über das Thema erfahren kann, z.B. mit kindgerechten Zeitschriften, Büchern oder im Internet.
  • auch eingestehen, wenn sie etwas nicht wissen, statt Fragen abzublocken mit Sätzen wie: "Das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein." Solche Sätze nehmen Kindern den Drang, die Wirklichkeit zu begreifen und lassen sie mit ihren Fragen und Nöten allein.
  • die Ängste der Kinder ernst nehmen und ihnen Verarbeitungsmöglichkeiten anbieten. In jedem Fall ist es hilfreich, die Kinder zu animieren, das Gesehene aktiv zu bearbeiten. Kleinen Kindern hilft es, Situationen im Wortsinne durchzuspielen oder ein Bild dazu zu malen. Älteren Kindern kann man eher mit Gesprächen und konkreten Informationen helfen. Mit ihren Fragen, Texten und Bildern zu Nachrichtenereignissen können sich die Mädchen und Jungen z.B. auch an logo! wenden.
  • schwierige oder beängstigende aktuelle Themen (ob nun im Fernsehen gesehen oder nicht) im Familiengespräch nicht aussparen; so haben die Kinder die Chance, sich damit zu beschäftigen, bevor übertriebene Ängste aufkommen und sie erfahren, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine dastehen.

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