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The Voice Kids startet wieder

09. Februar 2018
The Voice Kids startet wieder

Am 11. Februar startet „The Voice Kids“ auf Sat.1 in eine neue Staffel. Als Coaches sind wieder Mark Forster und das Mutter-Tocher-Duo Nena und Larissa dabei. Erstmals ist mit Max Giesinger ein ehemaliges Talent von „The Voice“ als Coach mit von der Partie.

Bei der Sendung steht besonders das Coaching des musikalischen Nachwuchses im Vordergrund. Bei einer sogenannten Blind Audition – dem Vorsingen ohne Sichtkontakt – werden die Mädchen und Jungen von Profimusikern, die dann mit den Kindern arbeiten, in ihre Teams gewählt. Die Coaches zeigen dabei viel Einfühlungsvermögen und Respekt. Ein kritischer Aspekt ist aus Sicht von FLIMMO die zum Teil sehr dramatische Inszenierung der Blind Auditions mit bombastischen Effekten und sehr emotionalen Momenten. Im Gegensatz zu anderen Castingshows wird bei The Voice Kids allerdings auf harsche Kritik verzichtet. Insofern ist auch diesmal nicht zu befürchten, dass die jungen Talente der Häme oder der Schadenfreude des Publikums ausgesetzt werden.

Eine andere Frage ist es, ob man Kindern diesen Rummel als Kandidaten zumuten sollte. FLIMMO meint nein, denn bei allem Talent und aller Freude daran, auf der Bühne zu stehen: Der Druck ist riesengroß und natürlich gibt es auch in dieser Castingshow Kinder, die als Verlierer dastehen. Einsprechend groß ist die Enttäuschung, auch wenn die Erwachsenen Trost und Anerkennung spenden. Zudem können die Kinder vor dem Bildschirm die inszenierte Show als realistische Perspektive für das eigene Leben missverstehen. Sie fiebern mit und träumen von medialem Ruhm und einer Karriere als kommender Star. Vor allem jüngere Kinder haben Schwierigkeiten, sich von diesen Traumbildern zu distanzieren. Älteren ist es eher möglich, eine kritische Haltung zu Castingshows einzunehmen. Eltern sollten aber in jedem Fall aufpassen, wie The Voice Kids & Co. beim Nachwuchs ankommt. Entwickeln die Kinder übertriebene Erwartungen, sollte darauf hingewiesen werden, mit welchen Mitteln vor und hinter den Kulissen gearbeitet wird. Je mehr Kinder darüber lernen, was für ein Konzept hinter solchen Formaten steckt, desto weniger laufen sie Gefahr, sich falsche Vorstellungen und Hoffnungen zu machen. Wird durch Castingshows die Lust geweckt, selbst Musik zu machen, umso besser. Schließlich ist Musikmachen auch ohne Rampenlicht und große Gesangskarriere eine Bereicherung und macht obendrein viel Spaß.

 

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