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Trailer im TV - Vorsicht geboten

04. Mai 2017
Trailer im TV - Vorsicht geboten

Wer kennt das nicht: Nach hitzigen Diskussionen können sich die Familienmitglieder endlich auf ein ansprechendes Programm einigen. Groß und Klein wollen gemeinsam einen Familienfilm genießen, Kuscheldecke und Popcorn liegen bereit. In der Werbepause sorgen aber action- und gewalthaltige Programmankündigungen bei den Eltern für Stirnrunzeln, die Jüngsten sind spürbar verunsichert. Was tun, um solche Szenen zu vermeiden?

Was läuft?

Seit Herbst letzten Jahres hat sich die Gesetzeslage grundlegend geändert. Früher war es so, dass Sendungen, die aus Jugendschutzgründen erst nach 22 Uhr ausgestrahlt werden durften, auch erst ab dieser Zeit beworben werden konnten. Mittlerweile dürfen Fernsehsender auch unabhängig von der Altersfreigabe der jeweiligen Sendung dafür werben. Allerdings darf der Inhalt der Trailer nicht die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen. Im Klartext: Programmankündigungen für Thriller ab 18 Jahren, harte Actionserien oder andere für Kinder ungeeignete Inhalte können im Tagesprogramm laufen, auch im Umfeld von Familienfilmen.

Was tun?

Für Eltern ist die Situation frustrierend: Obwohl sie das Programm sorgfältig auswählen, können Kinder mit Trailern zu für sie ungeeigneten Filmen und Serien konfrontiert werden. Es muss dabei gar nicht besonders blutig zugehen, oft reichen eine düstere Stimmung, überraschende Knalleffekte oder eine gruselige Stimme. Den Eltern bleibt leider nichts anderes übrig, als bei der Auswahl für das geeignete Familienprogramm auch die Trailer im Auge zu behalten. Eine Möglichkeit ist, Kinder nicht alleine fernsehen zu lassen, um bei eventuellen Schreckmomenten zur Stelle zu sein und reagieren zu können. Eine andere Möglichkeit ist, die Sendung aufzuzeichnen, vorab auf problematische Sendungshinweise zu überprüfen und sie gegebenenfalls zu überspringen.

Beschwerdemöglichkeiten

Für Beschwerden über unangemessene Inhalte, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt worden sind, ist die jeweilige ARD-Anstalt oder das ZDF Ansprechpartner. Zuschauerbeschwerden zu Inhalten privater Fernsehsender wie RTL oder ProSieben nehmen die Landesmedienanstalten unter www.programmbeschwerde.de entgegen.

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