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Freundschaft - Was sie für Kinder bedeutet

05.09.2016

Von klein auf ist Freundschaft für Kinder ein wichtiges Thema. Freunde helfen beim Großwerden, sind Spielkameraden und Gleichgesinnte, stehen füreinander ein, sind Beschützer und Begleiter in allen Lebenslagen. Kein Wunder, dass der Wert von Freundschaft auch in Serien und Spielfilmen für Kinder eine zentrale Rolle spielt.

Egal ob Realfilm, Animationsserie oder Puppentrickfilm: Mit Freundschaft und Zugehörigkeit zu einer Gruppe befassen sich viele Sendungen. Auch wenn sich die Einstellung zu und der Umgang mit Freunden im Altersverlauf ändern, sind Freundschaft und Zusammenhalt echte Dauerbrenner – im TV-Programm ebenso wie im Alltag von Kindern.

Von Klein bis Groß - Freundschaft hängt vom Alter ab 

Freundschaften sind wichtig für die Entwicklung von Kindern. Anders als im Umgang mit Erwachsenen, begegnen sich Kinder auf Augenhöhe. Sie lernen, auch mal Rücksicht zu nehmen oder Kompromisse zu schließen. Freundschaften sind ein wichtiges Übungsfeld für zwischenmenschliche Beziehungen und soziales Verhalten. Kleinkinder freuen sich meist über die Gesellschaft
Gleichaltriger. Oft spielen sie allerdings eher neben- statt miteinander. Teilen und gemeinsame Aktionen überfordern sie noch. Kinderfreundschaften
im engeren Sinne entstehen um das dritte Lebensjahr herum. Für Drei- bis Sechsjährige ist ein Freund jemand, mit dem man gut spielen kann
und der nett ist. Kinder dieser Altersgruppe lieben es außerdem, sich zu vergleichen. Größere Kinder sind auch deshalb als Freunde so begehrt,weil
sie schon so vieles können, was man selbst auch können möchte.

Ab dem Grundschulalter geht es auch darum, einen Platz in einer Gruppe Gleichaltriger zu finden. Neue Aspekte werden wichtig: Wie verhalte
ich mich, um in der Gruppe anzukommen? Auf was lasse ich mich ein, um Anerkennung zu finden? Woran erkenne ich überhaupt richtige Freunde?

Je älter Kinder werden, desto wichtiger wird es, sich von Erwachsenen im Allgemeinen und Eltern im Speziellen abzugrenzen. Dazu werden auch digitale Medien als Mittel zur Kommunikation und Beziehungspflege mit Freunden genutzt. Facebook, WhatsApp und Co. sind für ältere Kinder und Jugendliche wichtig, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. Auch wenn
die Mädchen und Jungen selbständiger werden – wie auch in der realen Welt sind Eltern gefordert, die Mädchen und Jungen in medialen Räumen
zu begleiten (siehe Kasten).

Freundschaft in Serien und Spielfilmen

Geschichten machen Mut

Kleine Helden des Alltags
Bei jüngeren Kindern sind kurze Geschichten über kleine (Tier-)Figuren beliebt, die schrittweise ihre Umgebung erkunden und Alltagsabenteuer erleben. So kann sich die kleine Kati (Kati & Mim-Mim, SuperRTL) immer auf ihren Plüschhasen verlassen, wenn sie Neues entdeckt oder Alltagsprobleme löst. Ein Stofftier als bester Freund ist für die Kleinsten keine Seltenheit. Auch Benedikt,
der Teddybär (KiKA) erkundet zusammen mit seinen Freunden Vicki und Mark die Welt. Jeden Tag lernt der neugierige Bärenjunge etwas dazu.

Neben den Freunden sind die Eltern zentrale Anlaufstelle, wenn er mal nicht weiter weiß. Kinder können in solchen Sendungen beobachten, wie wichtig es ist, gemeinsam auf Entdeckungstour zu gehen. Schließlich kann man sich gegenseitig aus der Patsche helfen und viel voneinander lernen. Auf dem Weg zum Grundschulkind wird die beste Freundin oder der beste Freund immer
wichtiger. Die Zeichentrickserie Bibi und Tina (ZDF) zum Beispiel ist vor allem bei Mädchen beliebt. Die beiden gehen gemeinsam durch dick und dünn und vertrauen sich blind. So eine enge Freundschaft wünschen sich die meisten Kinder für ihr eigenes Leben.

Zusammen sind wir stark

Als Gruppe sind die Serienhelden von Fünf Freunde (SuperRTL), den Pfefferkörnern (KiKA) oder Die wilden Kerle (Disney Channel) einfach unschlagbar. Gemeinsam lösen die Mädchen und Jungen Kriminalfälle
und überlisten gemeine Widersacher. Dabei profitieren die Mitglieder der Gruppe von den Stärken jedes Einzelnen. Solche und ähnliche Geschichten zeigen, wie gut sich Freunde gegenseitig ergänzen können. Gerade Grundschulkinder begeistern sich für die spannenden Storys rund um Kindergruppen. Dabei imponiert es ihnen besonders, wenn Kinder über sich hinauswachsen und Dinge schaffen, die ihnen niemand zugetraut hat.

Auch viele Kinder- und Jugendfilme widmen sich der Bedeutung von Freundschaft und gemeinsamen Bewährungsproben. Winnetous Sohn
(14.10.2016/KiKA) zum Beispiel macht Mut, an sich zu glauben und Gegensätze zu überwinden. Um mit den eigenen familiären Problemen fertig zu werden, fasst Max den Plan, bei den Karl-May-Spielen als Winnetous Sohn aufzutreten. Als Trainer und Begleiter muss ausgerechnet Morten herhalten, der Indianer eigentlich doof findet. Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die den beiden zu ganz neuen Einsichten und Fähigkeiten verhilft. Anspruchsvolle Kinderfilme greifen ganz unterschiedliche Aspekte von Freundschaft auf und sparen auch Konflikte und ernste Töne nicht aus (siehe Kasten).

Erste Liebe und Erwachsenwerden
Oft stellt die erste Liebe die Freundschaft auf eine Belastungsprobe, etwa in Die wilden Hühner und die Liebe, High School Musical oder Kick it like Beckham. Für Kinder auf dem Sprung zum Teenager dürfte dieser Aspekt besonders spannend sein, für Mädchen meist früher als für Jungen. In Filmen und Serien für ältere Kinder und Jugendliche spielen das Erwachsenwerden und die damit
verbundenen Emotionen eine große Rolle. Gerade in dieser schwierigen Umbruchzeit sind gute Freunde Gold wert.

Ausgewählte Filme für Kinder:

Freundschaft zwischen Außenseitern
- Baymax
Animationsfilm, 2014, ab 8 Jahren
- Die Boxtrolls
Puppentrickfilm, 2014, ab 10 Jahren
- Leroy & Stitch
Zeichentrickfilm, 2006, ab 6 Jahren
- Lola auf der Erbse
Realfilm, 2014, ab 8 Jahren

Freundschaft zwischen Arm und Reich
- Keine Angst vorm Fliegen
Realfilm, 1996, ab 7 Jahren
- Paulas Geheimnis
Realfilm, 2006, ab 8 Jahren
- Pünktchen & Anton
Realfilm, 1999, ab 8 Jahren

Freundschaft zwischen Mensch und Tier
- Belle & Sebastian
Realfilm, 2013, ab 8 Jahren
- Der Fuchs und das Mädchen
Realfilm, 2007, ab 7 Jahren
- Kayla – Mein Freund aus der Wildnis
Realfilm, 1997, ab 10 Jahren
- Ostwind
Realfilm, 2013, ab 9 Jahren

Kinderbanden
- Die Baumhauskönige
Realfilm, 2014, ab 8 Jahren
- Die rote Zora
Realfilm, 2008, ab 9 Jahren
- Vorstadtkrokodile
Realfilm, 2009, ab 10 Jahren

FLIMMO bespricht das aktuelle Fernsehprogramm und gibt Tipps zur Fernseherziehung. Bewertet werden Sendungen, die 3- bis 13- jährige Mädchen und Jungen gerne sehen oder mit denen sie als Mitseher in Berührung kommen. Um einen schnellen Überblick zu bieten, sind die Sendungen in drei Rubriken eingeteilt.

Was bedeuten die Rubriken?

Kinder finden's prima

Von Sendungen in dieser Rubrik sind Kinder angetan. Auch wenn nicht alles den Geschmack der Erwachsenen trifft, "Kinder finden's prima".

Mit Ecken und Kanten

Sendungen in dieser Rubrik werden von Kindern gemocht, haben aber auch „Ecken und Kanten“. Sie enthalten Bestandteile, die Kindern nicht nur gut tun.

Nicht für Kinder

Sendungen in dieser Rubrik enthalten Bestandteile, die für Kinder schwer verkraftbar sind. Am besten hält man Kinder davon fern, da sie überfordert, verunsichert oder geängstigt werden können.

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