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Die Tore der Welt - Starker Tobak im Advent

30. November 2012

Nachdem SAT.1 schon 2010 den Bestseller "Die Säulen der Erde“ von Ken Follett aufwendig verfilmt hat, kommt dieses Jahr zur Vorweihnachtszeit der Nachfolger ins Programm. In den nächsten zwei Wochen läuft montags und dienstags der Vierteiler „Die Tore der Welt“ auf SAT.1 zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Wer sich an die Filme vor zwei Jahren erinnern kann, weiß: das ist keine leichte Kost, vor allem nicht für Kinder. In den "Toren der Welt“ geht es um die Schicksale fünf junger Menschen, die durch die Stadt Kingsbridge eng miteinander verwoben sind. Alle leiden unter den politischen Umwälzungen und den gesellschaftlichen Zwängen im England des frühen 14. Jahrhunderts und erfahren Gewalt und Willkür am eigenen Leib. Neben den menschlichen Abgründen, die sich in hinterhältigen Intrigen offenbaren, sind es vor allem die Gewaltszenen, die den Mehrteiler für Kinder ungeeignet machen.

 

Dass das Mittelalter für die Menschen eine Epoche voller Entbehrungen, Gefahren und Willkür war, wird schon in der ersten halben Stunde klar. Schon hier kommt es zu brutalen Szenen, die mit drastischen Bildern aufwarten. Neben einer Fast-Vergewaltigung und einem brutalen Schwertkampf kommt es noch zu einer Armamputation, ohne Betäubung, versteht sich. Was Erwachsene als Realitätsanspruch erkennen, kann für Kinder problematisch werden und sie ängstigen. Kinder interessieren sich sehr für die mittelalterliche Welt mit Burgen und Rittern und würden den Film deshalb gerne anschauen. Von der brutalen und drastischen Darstellung dieser Welt werden sie aber regelrecht überrumpelt. Die Gewaltszenen gehen so schon über die kindliche Belastungsgrenze hinaus, dürften aber durch diesen Überraschungseffekt noch verstärkt werden. Hinzu kommt, dass es im Verlauf der Filme zu Szenen kommt, in denen sexuelle Handlungen in Verbindung mit Gewalt gezeigt werden. Alles in allem sind die "Tore der Welt" deshalb nichts für Kinder.

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