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DSDS droht ein Bußgeld

22. Februar 2008

Seit Dieter Bohlen und seine Mit-Jury den ersten „Superstar" kürten, ist das Format "Castingshow" Dauergast im TV. Das Konzept ist schnell erklärt: Hoffnungsvolle Talente werden auf die Probe gestellt und müssen sich im gnadenlosen Wettbewerb gegen die Konkurrenz behaupten. Begleitet wird das Ganze von mehr oder weniger harschen und oft hämischen Kommentaren einer prominent besetzten Jury. Dass die Kritik bei "Deutschland sucht den Superstar" des Öfteren unter die Gürtellinie geht, gehört zum Konzept der Sendung. Für FLIMMO ist "Deutschland sucht den Superstar "aus diesem Grund auch seit der ersten Staffel ein Fall für die Rubrik „Mit Ecken und Kanten“. Seit vor Kurzem ein Kandidat nach besonders bösartigen Verbalattacken von Dieter Bohlen im Studio zusammengebrochen ist, hat sich die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) eingeschaltet. Die KJM, die vom Gesetzgeber mit der Aufsicht über den privaten Rundfunk und die Telemedien (Internet) beauftragt ist, hat ein Prüfverfahren gegen DSDS eingeleitet. Beanstandet wurde das umstrittene Format von der KJM schon früher. Die hämische Inszenierung der Auftritte untalentierter Kandidaten und die herabwürdigenden Kommentare der Jury stellen Menschen bloß und können zusehende Kinder in ihrer Entwicklung beeinträchtigen, so der KJM-Vorsitzende Wolf-Dieter Ring. Laut Ring wird in der Sendung „antisoziales Verhalten von einer vermeintlichen Identifikationsfigur als cool und erfolgversprechend dargestellt“. Aufgrund der mehrfachen Verstöße wurde nun ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet, RTL droht ein Bußgeld in Höhe von 100.000 Euro. Ob dieses tatsächlich verhängt wird, hängt von einer Anhörung ab, die dem Sender die Chance gibt, die eigene Sicht der Dinge darzustellen.

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