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Feste feiern, statt feste fernsehen - Wie man die "Fernsehfeiertage" gut übersteht

28. November 2003

"Ich schaue sehr, sehr viel Fernsehen und spiele Computer. Ferien halt, da spielt man doch ganz viel Computer. In den Weihnachtsferien, da kommen auch mit die besten Filme vom ganzen Jahr, das ist cool." Dem zwölfjährigen Maximilian kommt die viele Freizeit rund um Weihnachten, Silvester und Neujahr sehr gelegen: Das Fernsehen wartet von morgens bis abends mit spannenden Spielfilmen auf. Die restliche Zeit wird dringend für die neuesten Playstation-, Gameboy- oder PC-Spiele gebraucht, die unter dem Weihnachtsbaum lagen. Fernsehsender und andere Medienunternehmen nutzen die Gunst der Stunde, um gutes Geld mit hohen Einschaltquoten oder kostspieligen Produkten zu verdienen. In den ohnehin feiertagsgestressten Familien bieten das überbordende Fernsehangebot und die ausufernden Medien- und Konsumwünsche der Kinder weiteren Konfliktstoff.

Fernsehen an Weihnachten: viel geboten "Wenn wir auf Christkind warten, schauen wir immer Fernsehen. Damit wir die Spannung besser aushalten können", erklärt die zehnjährige Christine. Manchen Eltern mag das ganz gelegen kommen, ist die Aufmerksamkeit doch auf die Vorbereitung von Bescherung und Christbaumschmücken, Festessen und Verwandtenbesuche gerichtet. Wer ist da nicht froh, wenn er nicht auch noch zappelige Kinder am Hals hat. Dass Kinder an den Feiertagen generell mehr fernsehen wollen als sonst, ist aus ihrer Sicht verständlich: Zum einen haben sie viel freie Zeit, zum anderen birgt das Programm viele Highlights, die Kinder interessieren, im Idealfall sogar gute Unterhaltung für die ganze Familie bieten können. Dieses (Über-)Angebot hat allerdings auch seine Kehrseite. Manche Kinder - wie Maximilian - sind so begeistert von der Programmfülle, dass sie schier kein Ende finden und sich von der Mattscheibe nicht mehr losreißen können.

Auch an den Feiertagen: harte Kost am Abend Egal, ob Weihnachten, Neujahr oder Ostern: Wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer viel freie Zeit haben, ist der Konkurrenzkampf um die Gunst des Publikums besonders groß. Für die Prime Time setzten zwar die meisten Sender auf Familienprogramm, ab 22 Uhr ist jedoch bei einigen Sender knallharte Action angesagt. So schießt sich Arnold Schwarzenegger z.B. auf RTL am ersten Weihnachtsfeiertag durch den Film "Terminator2", bei PRO 7 läuft an Heiligabend der Fantasy-Actionfilm "Highlander". Für Eltern heißt das: Auch an den Feiertagen ist um 22 Uhr besser Schluss mit dem Fernsehen. Und auch sonst empfiehlt es sich, ein Auge aufs Programm zu haben. Denn nicht alles, was an den Feiertagen im Fernsehen zu sehen ist, sollte Kindern zugemutet werden.

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