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Homeland: Spannender Polit-Thriller, aber nur für Erwachsene

30. Juni 2015
Homeland: Spannender Polit-Thriller, aber nur für Erwachsene

Ab dem 10. Juli und zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr strahlt Kabel 1 die vierte Staffel der US-Erfolgsserie „Homeland“ aus. Der Polit-Thriller, dessen Handlung sich in die Geschehnisse des Irak-Krieges bettet, feierte bislang große Erfolge und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem, weil er durch eine eindrucksvolle Dramaturgie und überzeugende Figuren besticht. Aber auch, weil er die Schattenseiten von Amerikas „Krieg gegen den Terror“ anspricht und eindrucksvoll vor Augen führt, was so ein Krieg aus Menschen macht. So dürfte die vierte Staffel interessierten Erwachsenen erneut spannende Fernsehunterhaltung bereiten. Kindern dagegen nicht.

Terrorismus, Wahn und Verschwörungen

Die ersten drei Staffeln von "Homeland" drehen sich um Sergeant Nicholas Brody und die manisch depressive CIA-Agentin Carrie Mathison. Brody war acht Jahre in Kriegsgefangenschaft, aus der er befreit wurde. Ihm, den als Kriegshelden gefeierten Rückkehrer, traut die eigenwillige Carrie nicht über den Weg. Sie beschuldigt Brody, ein Überläufer zu sein und einen Anschlag gegen sein eigenes Land zu planen. Ihre Vorgesetzen kann Carrie von ihrem Verdacht nicht überzeugen. Doch auch sie selbst weiß nie so genau, was Tatsache ist und was ihrer Einbildung entspringt. So bestimmen Verschwörungen, Verfolgungsjagden und Verwicklungen die dramatischen Ereignisse, in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen. Mit Brodys Hinrichtung endet die dritte Staffel. Die vierte Staffel nun erzählt die Geschichte ein Jahr nach Brodys Tod weiter. Carrie arbeitet mittlerweile in Kabul, im Büro des CIA. Sie befragt Gefangene, ordnet Kriegs- und Drohnenangriffe an, bei denen auch viele Zivilisten umkommen. Erneut zeigt sich ihr wahnhafter Arbeitseifer. Und erneut ist sie in aufwühlende Geschehnisse verwickelt. Sie muss Entscheidungen mit möglicherweise katastrophalen Folgen treffen; unzählige Menschenleben stehen auf dem Spiel. Nachdem bei ihrem Einsatz in Kabul so ziemlich alles schief gegangen ist, was schief gehen kann, kehrt Carrie wieder in die USA zurück – doch auch hier kommt sie nicht zur erhofften Ruhe.

Schwere Fernsehkost für Kinder

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema "Verschwörung" durch die Handlung der Serie. Ob an ihr allerdings etwas dran ist, diese Beurteilung wird dem Fernsehpublikum ganz bewusst durch die psychische Labilität der Protagonistin Carrie Mathison erschwert. Keinen Moment kann sich der Zuschauer sicher sein, ob Carries Ermittlungen auf Tatsachen gründen oder ihrer Paranoia entspringen - eine Auflösung dazu gibt es in den jeweiligen Folgen nicht.

Für Kinder ist das Thema Krieg ohnehin keine leichte Fernsehkost. Die Serie „Homeland“ kann sie da noch einmal mehr überfordern und verunsichern. Wenn es schon Erwachsenen zuweilen schwer fällt, hier zwischen Sein und Schein zu unterscheiden, gilt das erst recht für Kinder, selbst wenn sie schon über eine gewisse Fernseherfahrung verfügen. Die verschiedenen Handlungsstränge und Erzählperspektiven können sie kaum durchschauen und was ihnen bleibt, sind sehr aufregende Szenen, mit teilweise gewalttätigen und kriegsnahen Aktionen. So mögen Erwachsene mit „Homeland“ auf ihre Kosten kommen, für Kinder jedoch kann die Serie nur schwer zu verkraften sein.

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