Flimmo.tv
Suchen in:
Aktuelles TV-Programm Sendungsarchiv

Schindlers Liste und das Dritte Reich - Eine Zeit, die Kinder bewegt

02. Januar 1995

1939: die Schreckensherrschaft der Nazis wird Tag für Tag brutaler. Juden werden verschleppt, gequält und ermordet. In dieser grausamen Zeit lebt der Industrielle Oskar Schindler, an sich ein Menschenfreund, aber auch ein Mensch, der sich der Wirklichkeit verschließt. Als Unternehmer hat er nur Absatz und Gewinn im Blick. Doch dann werden ihm die Augen geöffnet. Er erfährt, was auf seine jüdischen Mitbürger wartet: Konzentrationslager und Tod. Nun will er helfen, wenigstens ein bisschen, obwohl er sich dadurch selbst in Lebensgefahr bringt. Indem er für seine Fabriken mehr jüdische Arbeitskräfte anfordert als nötig, gelingt es ihm, über 1100 Menschen vor dem sicheren Tod zu bewahren. Gewiß, ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber Schindlers Vorgehen erforderte Zivilcourage, und schon allein das macht den Film "Schindlers Liste" sehenswert. Führt er doch vor Augen, dass man sich gegen Terror und Willkür wehren kann.

Bei Kindern muss jedoch damit gerechnet werden, dass ihnen die Wirklichkeit, die der Film erzählt, zu schaffen macht. Auch wenn er nicht mit allzu vielen drastischen Darstellungen aufwartet, so beschreibt er doch eindrucksvoll und unter die Haut gehend die damalige Zeit. Eine Zeit voller Bedrohung, Angst, Menschenverachtung und Gewalt und eine Zeit, in der jeder sein Leben riskierte, der sich dem Nazi-Regime entgegenstellte. Dass Kinder über das Dritte Reich Bescheid wissen, ist richtig und wichtig. Je älter sie sind, umso mehr. Aber sich damit auseinanderzusetzen, ist für sie nicht immer einfach. Vieles wirft ihnen Fragen auf, vieles belastet sie und manches macht ihnen auch Angst. Ein Film wie "Schindlers Liste" kann ihnen deshalb einiges abfordern. Darum ist es für Eltern ratsam, abzuwägen, ob ihre Kinder dem schon gewachsen sind, und in jedem Fall für Gespräche, Erklärungen und emotionale Zuwendung offen zu sein.

Google + FLIMMO App
 

Copyright © Programmberatung für Eltern e.V. 1997 - 2017

Zum Seitenanfang