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Hausverweis: Get the F*ck out of my House

10. Januar 2018
Hausverweis: Get the F*ck out of my House

Seit dem 4. Januar läuft eine extremere Variante von „Big Brother” jeden Donnerstag um 20.15 Uhr auf ProSieben: „Get the f*ck out of my House“. Hier versuchen hundert Menschen, eingepfercht in einem Ein-Familien-Haus, so lange wie möglich durchzuhalten. Die ersten Probanden haben das Haus bereits verlassen, es gab schon einen Kreislaufzusammenbruch und einige hygienische Notsituationen zu bestaunen. Wer trotz körperlicher und mentaler Zwangslagen möglichst lange durchhält, wird belohnt: Dem oder der letzten „Überlebenden“ winken 100.000 Euro. Die Zustände im Haus sind menschenunwürdig. Für die Probanden gibt es lediglich eine Toilette und eine Dusche, viel zu wenig Lebensmittel, Hygieneartikel, Schlafraum und vor allem Privatsphäre. Menschliche Grundbedürfnisse können nur rudimentär erfüllt werden, schon nach kürzester Zeit herrschen Chaos, Neid und Missgunst. Die Menschen werden zusätzlich durch hämische Texteinblendungen abgewertet („Wohnt noch bei Mutti“ usw.). Die Sendung ist auf ganzer Linie fragwürdig: Durch die ständige Videoüberwachung wird den Teilnehmern jegliche Privatsphäre genommen. Stresssituationen, Missgeschicke und Gefühlsausbrüche werden zur Schau gestellt. Außerdem wird vermittelt, dass Menschen für Geld und mediale Aufmerksamkeit zu allem bereit sind. Das Argument, dass die Frauen und Männer vorher wüssten worauf sie sich einlassen, ist nicht zutreffend. Was es für das private Umfeld bedeutet, sich vor einem Millionenpublikum diesem menschenunwürdigen Spektakel auszusetzen, werden sicher nicht alle Beteiligten überblicken. In jedem Fall sollten Kinder diese Art von Unterhaltung besser erspart bleiben, denn die Sendung vermittelt aus FLIMMO-Sicht ein äußerst zynisches, verzerrtes und fragwürdiges Welt- und Menschenbild.

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