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Scripted Reality - Realität nach Drehbuch

27. August 2010

In vielen Sendungen des aktuellen Fernsehprogramms wird auf "Scripted Reality" gesetzt.* Also auf gestellte Dokumentaraufnahmen, die nach einem festen Drehbuch ablaufen. Schon bei Ermittlungs- und Gerichtsshows fand dieses Prinzip Verwendung, mittlerweile gibt es immer mehr Formate, die auf dieses Stilmittel zurückgreifen. Mit "Scripted Reality" wird der Eindruck erweckt, die Zuschauer seien bei realem Geschehen live dabei. Stattdessen sind die Szenen mit Schauspielern inszeniert. Die realitätsnahen Konflikte können auf diese Weise viel effektvoller dargestellt werden. In Familie im Brennpunkt oder Die Schulermittler werden Problemfälle aus dem Leben von Familien oder jugendlichen scheinbar authentisch dokumentiert.

Die Machart birgt Probleme Für Kinder und Jugendliche ist diese Art der Darstellung besonders problematisch: Die Geschichten und Szenen werden von vielen als „echt“ wahrgenommen. Umso größer ist das Risiko, dass Kinder Bezüge zu ihrem eigenen Leben herstellen und sich an fragwürdigen Vorurteilen ein Vorbild nehmen. Deshalb sollten Eltern dem Nachwuchs die Machart von Reality-Formaten bewusst machen. Informationen über Inszenierungstricks und Darstellungsweisen helfen den Mädchen und Jungen, solchen Sendungen nicht auf den Leim zu gehen.

 * Scripted Reality (engl. „script“ = Drehbuch und „reality“ = Wirklichkeit) bedeutet die Inszenierung von fiktiven Geschichten in dokumentarischem Stil.

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