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Vermisst (Reality-TV, RTL, So)

05. Januar 2016
Vermisst (Reality-TV, RTL, So)

Mit Ecken und Kanten

Seit 2007 geht es in Vermisst darum, Menschen aufzuspüren, die von ihren Angehörigen verzweifelt gesucht werden oder gar als vermisst gemeldet sind. Pro Folge werden zwei Fälle gezeigt, mitunter wird auch das Publikum zur Mithilfe aufgerufen. Ob der verschollene Bruder oder die nie kennengelernte Mutter: Für ihre Suche recherchiert die Moderatorin im Internet, klappert Ämter ab, befragt Augenzeugen und reist sogar in ferne Länder. Bei allem ist die Kamera dabei und eine Stimme aus dem Off kommentiert das Geschehen. In der Regel wird die vermisste Person aufgespürt und mit den sehnsüchtig wartenden Angehörigen vereint. Bei dem dramatisch inszenierten Aufeinandertreffen kommt es nicht selten zu sehr emotionalen und tränenreichen Reaktionen. Ob die Fälle echt sind oder manches erfunden wurde, bleibt den Zuschauern verborgen.

Die Pädagogische Orientierung

Hochemotionale Familienzusammenführungen, große Gefühle und die spannende Spurensuche: Ältere Kinder riskieren durchaus einen Blick auf die Sendung. Aus pädagogischer Sicht enthält Vermisst jedoch einige »Ecken und Kanten«:

  • Das Schicksal sowie das Privatleben der Vermissten und ihrer Angehörigen werden zu Unterhaltungszwecken zur Schau gestellt. Um den Voyeurismus des Publikums zu bedienen, macht die Kamera auch nicht vor den Gefühlsausbrüchen der Beteiligten Halt.
  • Fragwürdig ist der Umgang mit den verzweifelten und hoffnungsfrohen Menschen, denen die Moderatorin intime und persönliche Details entlockt und dabei auch in Wunden stochert.
  • Die Suche nach den Menschen ist in der Darstellung stark gerafft und auf wenige Aktionen zusammengeschnitten. So entsteht der Eindruck, dass vermisste Menschen immer schnell und unkompliziert aufgefunden werden können, was kaum der Realität entspricht.

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